|
Wer erinnert sich nicht an die ersten Tauch“computer“ im Format eines mittelgroßen Festnetz-Telefons? Die Zeiten sind
glücklicherweise vorbei. Der Trend geht schon lange in Richtung kleinster Tauchcomputer im Uhrenformat, die zwar alle erdenklichen Daten anzeigen, dies aber zu Lasten
der Ablesbarkeit. Beuchats Tauchcomputer Voyager findet den idealen Weg zwischen Displaygröße und Gerätevolumen. Und das zum interessanten Preis.
Mit dem
Beuchat Voyager ist man einen sehr guten Mittelweg gegangen: groß genug, um bei der Ablesbarkeit der umfangreichen Tauchdaten keine Abstriche machen zu müssen, aber
immer noch so handlich und klein, dass man nicht das Gefühl eines Störfaktors am Arm hat. Das Display ist beleuchtbar, was Nachttauchgänge oder Süßwasserabstiege
begünstigt. Das Handling des Voyager ist für die ersten Tauchgänge denkbar einfach, da sich dieser, wie bei fast allen Computern mittlerweile üblich, durch
Wasserkontakt aktiviert (diese Funktion ist abschaltbar). Die wichtigsten Tauchdaten sind gut erkennbar hervorgehoben. Allerdings sollte man vor dem Auslesen der
Einträge im Logbuch einen Blick in die gut verständlich formulierte Bedienungsanleitung geworfen haben, da das Menü und die Funktionen sehr umfangreich aufgebaut sind
und daher die intuitive Bedienbarkeit, auch durch die von Fall zu Fall notwendige gleichzeitige Bedienung beider Steuertasten, etwas ins Hintertreffen gerät. Die
Datenübertragung zum PC mittels Schnittstelle ist vorbereitet und als Option im Handel erhältlich. Der Beuchat Voyager ist als klassischer Deko-Computer zu nutzen,
wie auch als Nitrox-Computer oder Bottom Timer (interessant für technische Taucher oder Apnoe). Er rechnet mit einem modifizierten Haldane Algorhitmus und 12
Gewebepartimenten. Für Nitrox ist eine Einstellbarkeit von 21-50% Sauerstoff möglich. Den Tauchtiefen- und Tauchzeitalarm kann man entsprechend der Tauchgangsplanung
einrichten und aktivieren. Die Aufstiegsgeschwindigkeit und die Dekowarnung ist grafisch leicht erfassbar im Display dargestellt. Zusätzlich liefert der Voyager bei
Nitroxtauchgängen auch die Infos zur Sauerstoffsättigung. Die Batterie des Rechners kann vom Anwender selbst gewechselt werden; das Spezialwerkzeug für den
Batteriedeckel liegt bei. Je nach Anwenderprofil reicht die Kraft der 3 V Lithiumzelle für 300 Tauchstunden oder 50 Tauchgänge. Für das Tauchen in höheren Regionen
(Bergsee-Tauchgänge) misst der Voyager automatisch den Luftdruck und passt sich den Höhenlagen selbsttätig an. Irrtümer hier sind also ausgeschlossen, das gefällt.
Das Armband ist großzügig bemessen und reicht problemlos über jeden Trockentauchanzug.
Praxis
Angenehm fällt die klar gestaltete und informative
Anleitung auf. Die Grafiken sind anschaulich, direkt nachvollziehbar die Anleitung der Tastenbefehle. Die Aktivierung durch Wasserkontakt wie auch die automatische
Höhenanpassung werden positiv vermerkt. Es gibt keine Probleme den Rechner am Anzug zu befestigen, das Armband bietet genügend Reserven. Die Anzeigen sind sehr gut
ablesbar und intelligent geordnet. Die grafische Darstellung der Aufstiegsgeschwindigkeit sowie des Sättigungsfortschritts von Stickstoff und Sauerstoff ist gut
gelöst. Man findet sich auf dem Display intuitiv zurecht, ein Vorteil auch für Taucher, die nur selten den Weg unter Wasser finden.
Fazit
In der Summe ist der Beuchat Voyager ein erstaunlich vielfältiger Tauchcomputer zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Intuitive Bedienung ist nicht seine
Stärke, was aber erst im Oberflächengebrauch wirksam ist, die reinen Tauchgangaufgaben erledigt er nahezu vollautomatisch.
|