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Profikameras mit Autofokus gibt es nicht viele. Meist sind sie so teuer, daß der Gelegenheitsfotograf mangels Masse schon im Vorfeld aufgeben muß. Doch
auch engagierte Amateure und Profis lassen es oft beim Träumen, wenn Ebbe auf dem Sparbuch angezeigt wird. Nichtsdestotrotz weiß ein Profi, daß man im heutigen Konkurrenzkampf nur
mit bestem Werkzeug Überleben kann. Angefressene Wettbewerbsfotografen denken zumindest ähnlich.
Die hier vorgestellte Canon EOS 1n RS wird den meisten UW-Fotografen nicht
einmal vom Hörensagen geläufig sein. Verwendet wird sie hauptsächlich von professionellen Sport- und Tierfotografen, die eine Profikamera mit außer- gewöhnlichen Eigenschaften
suchen. Eigenschaften, die es sonst nirgendwo zu kaufen gibt. Daß für diese Fotorakete ein spezielles UW-Gehäuse gebaut wird, macht den wuchtigen Edelboliden zumindest für
zahlungskräftige Taucher zu einer Art "Weihnachtsstern" zu jeder Jahreszeit.
Spieglein fest an der Wand
Während in gewöhnlichen
Spiegelreflexkameras beim Auslösen immer der Spiegel nach oben klappt und das ein- fallende Licht auf den Film mit einem lauten Klappen freigibt, bleibt es in der EOS 1n RS ruhig
wie in einer Gruft. Denn das Licht wird über einen feststehenden, hartbeschichteten, teildurchlässigen Spiegel mit einer Verhältnisreflexion von 65:35 auf den Film geworfen. Die
einzige Serienkamera der Welt, die solches beherrscht. Der Sucher zeigt, wie bei Profikameras üblich, 100% des tatsächlichen vom Objektiv erfaßten Bildfeldes. Zusätzlich kann der
Sucher auf einen Dioptrienausgleich von -1 bis +3 eingestellt werden.
Welche goldenen Pforten sich mit dieser Kamera in der UW-Fotografie auftun, kann man als
Außenstehender nur unvollkommen ahnen. Der feststehende Spiegel verhilft der EOS 1n RS zur kürzesten Auslöseverzögerungszeit aller Kameras. Der entscheidende Augenblick kann in
0,006 Sekunden, also 6/1000 s, eingefangen werden. Die Canon EOS 1n RS muß dabei im Betriebsmodus RS betrieben werden. Unter Auslöseverzögerung versteht man die Zeit, die vom
Drücken des Auslöseknopfes über die Bewegung des Schwingspiegels bis zum Gleiten des Verschlußvorhanges vergeht. Kurz gesagt: Die Belichtung beginnt bereits 0,006 Sekunden nach
dem Durchdrücken des Auslösers. Kameratechniker sprechen deshalb auch von der Reaktionfähigkeit einer Kamera. Sie hat aber nichts mit der Verschlußzeit zu tun. Für UW-Fotografen
kaum von Interesse sind die dadurch erreichten 10 Bilder pro Sekunde. Einem Sportfotografen kann das aber sein Einkommen sichern.
Traumhaft ist indes, daß das Sucherbild
während jeder Auslösung ohne vollständige Abdunkelung, wie es bei einem Schwingspiegel üblich ist, sichtbar bleibt. Dadurch ergeben sich ungeahnte Vorzüge, die man sich als
UW-Fotograf nicht mal im Schlaf erträumt. So kann man z. B. in jedem Augenblick der Belichtung das Sucherbild einsehen und beurteilen. Korrekturen fallen leichter. Man sieht, ob
noch etwas störend in den Ecken erscheint, Luftblasen gerade über das Auge des Models blubbern, der Fisch während des Auslösens noch eine zuckende Bewegung macht, die zu einer
Unschärfe führen könnte.
Am bedeutendsten scheint aber die Sichtkontrolle über das Blitzlicht. Bei jedem Auslösen, stellt man fest, ob der Blitz synchronisiert war und
auch gezündet hat. Man kann bei einiger Erfahrung sogar feststellen, wie der Blitz ausge- richtet war und ob er das Motiv überhaupt getroffen hat. Fehlschüsse mit einem verdrehten
Blitzgerät, das ziellos in die Gegend wummert, gehören der Vergangenheit an. Dies um so mehr, je länger die Synchronzeit ist. Beim Lang- zeitblitzen und beim Point-Shooting kann
das Timing zur Blitzpositionierung besser beurteilt werden. Zudem können mögliche Verwackler im Sucher leichter festgestellt werden.
Wer Wert auf Reihenaufnahmen legt, ist
in der Lage, jedes Bild auf kompositorischen Inhalt zu überprüfen, weil nichts schwingt und klappt. Vorteile auch bei den von Wettbewerbsfotografen beliebten Mehrfachbelichtungen,
wenn das Bild immer einsehbar ist und dadurch besser beurteilt werden kann. Liebhaber von längeren Verschluß- zeiten werden erfreut feststellen, daß mit der Canon EOS 1n RS die
verwackelungsfreien Aufnahmen in ungeblitztem Zustand zunehmen. Etwa eine Blende beträgt der Gewinn beim Zitterfaktor versierter Fotografen, die statt 1/30s auch mal die 1/15s
scharf hinbekommen. Das gilt selbstverständlich auch für Langzeitsynchronisationen in größerer Tiefe zur Mischlichterzeugung. Eine beliebte und oftmals notwendige Blitztechnik bei
der Wrackfotografie.
Autofokusgranate
Die selbsttätige Scharfeinstellung ist eine der schnellsten überhaupt. Der Multi-Base-Store-Image-Sensor besteht aus
fünf Fokussierfeldern, in der Mitte kreuzförmig, an den Seiten vertikal. Die Fokussierfelder werden im Sucher durch kleine Quadrate angezeigt, die rot aufleuchten, wenn das
jeweilige aktive AF-Feld ein Motiv scharfstellt. Es bleibt dem Anwender überlassen, ob er der Kamera die Auswahl des günstigsten AF-Meßfeldes automatisch überläßt, oder ob er
einem bestimmten Kästchen Priorität einräumt.
Die Wahl der AF-Betriebsart ist wichtig für die Motivbestimmung. Beim One-shot-AF kann die Kamera nur ausgelöst werden, wenn
der Schärfevorgang abgeschlossen ist. Man wählt diesen Autofokus, wenn die Objekte stillstehen oder sehr langsam sind. Nur in dieser Betriebsart kann die Schärfe durch sanftes
Drücken des Auslösers für Bild- kompositionen gespeichert werden. Für das Ablichten flinker Korallenfische oder hektischer Bewegungen im allgemeinen sollte man den AI Servo AF
benützen. In diesem Fall fokussiert die automatische Scharfeinstellung kontinuierlich und es kann jederzeit ausgelöst werden, auch wenn das Bild unscharf ist. Bei AI Servo
berechnet die Kamera sowohl kontinuierliche als auch diskontinuierliche Bewegungen zur Kamera hin und ebenso von ihr weg. Die Belichtung wird unmittelbar vor der Verschlußbewegung
festgelegt. Wenn Sie zusätzlich die automatische Wahl des Fokussierfeldes eingeschaltet haben, verfolgt der AF das Objekt über die ganze Bildbreite und springt dabei von AF-Feld
zu AF-Feld. Im Sucher wird durch Aufleuchten der Fokussier-Kästchen angezeigt, welches AF-Meßfeld gerade auf dem Motiv scharfstellen will. Als Fotograf muß man wirklich nur noch
mit der Kamera die Motivbewegung mitmachen, damit das Objekt nicht aus dem Sucher verschwindet.
Die Schnelligkeit des Autofokus ist nicht nur Teil der ausgefeilten
Software, vielmehr spielt auch die raffinierte und zukunftsweisende elektromechanische Hardware eine geradezu dominierende Rolle. Der in den Objektiven integrierte AF-Ringmotor
holt letztendlich die entscheidenden zehntel oder hundertstel Sekunden beim Kampf ums perfekte Bild heraus. Die nahezu verzögerungsfrei anlaufenden Bauelemente, zum Teil als
Ultraschall-Motoren gebaut und damit praktisch lautlos, sind einmalig im gesamten Kamerabau.
Belichtungsmessarten
Obwohl UW-Fotografen fast immer die
Mehrfeldmessung bevorzugen, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, daß es viele Fälle gibt, wo sie ungeeignet ist. Die gewichtete Mehrfeldmessung in der EOS 1n RS sollten
immer bei Mischlicht und Motiven mit wenig Konstrastumfang gewählt werden. Auch bei moderatem Gegenlicht kann es zu passablen Ergebnissen kommen. Von den 16 Meßfeldern sind fünf
den AF-Meßfeldern zugeordnet und entsprechend wird ihre Priorität berücksichtigt.
Bei der Selektivmessung beschränkt sich das Belichtungsmeßfeld auf das Sucherzentrum. Nur
9% des Sucherbildes werden zur Messung herangezogen. Man benützt diese Belichtungsmessung bei grellem Gegenlicht, bzw. wenn das Model mit einer starken Halogenlampe leuchtet.
Viele UW-Fotografen ziehen die Selektivmessung auch dann heran, wenn sie mit einem Superweitwinkel aus einer Höhle ins blaue Wasser hinausfotografieren.
Am extremsten ist
die Feinspotmessung. Ganze 2,3% des Bildfeldes werden nur erfaßt. Im Prinzip ist hier nur das mittlere Meßfeld aktiviert. Spotmessungen kann man z. B. einsetzen, wenn ein weißer
Fisch im Blau des Wassers steht und man den Fisch als Hauptmotiv, etwa im Goldenen Schnitt, ohne Blitzlicht ablichten will.
Belichtungsprogramme
Sie
umfassen die heute üblichen Automatiken wie Zeitautomatik, Blendenautomatik und Programmautomatik, hinzu kommen die manuelle Belichtung und eine Schärfentiefeautomatik. Letztere
wird unter Wasser aber kaum Verwend- ung finden, weil sie in sinnvoller Art und Weise nicht mit dem Blitzlicht kombinierbar ist.
Wird Blitzlicht verendet, sollte die EOS
1n RS im Regelfall auf "M" betrieben werden. Stellen Sie eine feste Synchron- zeit ein (z. B. 1/60s) und führen Sie die Blende nach Bedarf nach. Wer
Langzeitsynchronisationen und Mischlicht liebt, bekommt diese im Modus "AV" perfekt serviert, denn die Zeitautomatik macht zusammen mit dem Blitz immer eine
Verschlußzeit, die dem Mischlicht entspricht. Denken muß man da nicht mehr...nur noch die Kamera ruhig halten, weil die Synchronzeiten bei kleinen Blenden sehr lang werden können.
Wer ein Original-Canon-BlitzgerŠt verwendet (z. B. 540 EZ), kann über die fünf Fokussierfelder der Blitzbelichtung im Sucherbild Prioritäten verschaffen. Dadurch wird die
Präzision der Blitzbelichtung erhöht.
Zur Beachtung: Manuelle Blitzbelichtungen müssen an der EOS 1n RS leicht nach oben korrigiert werden, weil der teildurchlässige
Spiegel etwas Licht schluckt. Die Abweichung der UW-Leitzahl beträgt 20%. Hat ein Amphibienblitz eine UW-Leitzahl von 20, dann kommen bei voller Leistungsabgabe auf dem Film in
der RS nur 15 an. EOS 1n RS-Fotografen sollten deshalb nur mit sehr starken amphibischen Blitzgeräten arbeiten (Subtronic Mega, Aquasun 350 oder 500, Hartenberger 500). Der
Canon-Speedlite-Blitz 540 EZ hat durch seinen Zoomreflektor eine Unterwasserleitzahl von 22 bei 100 mm Brennweite, ist deshalb an der EOS 1n RS auch bei einer Reduzierung um 1/5
LZ, was Summa Summarum eine LZ von 17,6 ergibt, uneingeschränkt für Nah-und Makroaufnahmen geeignet.
Belichtungskorrekturen
Die EOS 1n RS verfügt über zwei
Belichtungskorrekturen. Einmal kann mit der Plus/Minus-Korrektur für die Tagesbelichtung in den Belichtungsablauf eingegriffen werden. So z. B. , wenn man Bilder ohne Blitz
gestaltet, das Umfeld aber sehr starke Kontraste aufweist, bzw. sich das Hauptobjekt mit seiner Reflexion erheblich von seiner Umgebung abhebt. Eine Pluskorrektur macht man hin
und wieder bei Gegenlicht, eine Minuskorrektur bei hellen Objekten vor dunklem Hintergrund. Man kann selbstverständlich die Tagesbelichtungskorrektur auch bei der Regulierung des
Blitzlichtes einsetzen, muß das aber nicht. Denn die RS verfügt über eine separate Blitzbelichtungs- korrektur (hat nicht mal die Nikon F5), mit der man sowohl amphibische als
auch die Original Systemblitzgeräte hinsichtlich ihrer Leistungsabgabe im TTL-Modus dosieren kann. Diese Blitzbelichtungskorrektur kann man immer aktiviert lassen, weil sie nur in
Verbindung mit einem Blitzgerät wirksam ist. Sie bleibt praktischerweise auch beim Ausschalten der Kamera in der vormals eingestellten Korrekturposition, so daß man sich beim
Film-oder Objektivwechsel nicht immer wieder an die Korrekturwerte erinnern muß. Bei Weitwinkelobjektiven korrigiert man Minus 1 Blende, im Makrobereich Minus 2/3 Blende.
Achtung: Wenn Sie einen Canon-Systemblitz verwenden, z. B. Typ 540 EZ, und an diesem eine Plus/Minus-Korrektur einstellen (ist möglich!), so hat immer die Blitzgerätekorrektur vor
der Kamerakorrektur Priorität.
Spezialitäten
Die EOS 1n RS hat noch unzählige Features, die viel Spaß machen, aber unter Wasser wenig bringen und den
Hobbyfotografen eher verwirren denn beglücken. Von den vierzehn Individualfunktionen sind nur wenige von praktischer Bedeutung, was die UW-Fotografie anbelangt. Für
Wettbewerbsfotografen mit Hang zur Doppelbelichtung ist das die Umprogrammierung vom Automatischen Rückspulen zur individuellen Rückspulung mit nicht eingezogener Filmlasche.
Wem es auf einige Bilder mehr oder weniger nicht ankommt, wird sicher die AEB-Belichtungsreihe (ohne Blitz!) begrüßen. Damit werden Bildfolgen so belichtet, daß ein Bild
korrekt, das zweite unter-und das dritte überbelichtet wird. Die Stärke der über- bzw. Unterbelichtung kann gewählt werden. Man benützt solche Belichtungsreihen, auch Bracketing
genannt, wenn die Situationen belichtungstechnisch nicht eindeutig sind oder die Lichtsituationen beim Fotografieren von Menschen und Tieren schnell wechseln.
Zu den von
engagierten Hobbyfotografen gern verwendeten Funktionen gehört auch die der Mehrfachbelichtungen. Kein Fotowettbewerb, der nicht eine solche Kreativ-Kategorie ausgeschrieben
hätte. Drücken Sie gleichzeitig die Tasten Mode und Blitzkorrektur, drehen dabei das vordere elektronische Einstellrad, dann können Sie wahlweise bis zu neun Belichtungen auf
einem Bild verewigen.
Fallstricke
Wie alle Profikameras besitzt auch die RS Funktionen, die bei Unbedarften in einer digitalen Grippe enden. Es sei an
dieser Stelle eindeutig davor gewarnt, sich beim Tauchen in Menüebenen zu begeben, aus denen man ohne Bedienungsanleitung nicht mehr herauskommt. Die RS kann so viel, daß man als
UW-Fotograf bestenfalls 10% benötigt. Spielen Sie mit den restlichen 90% im stillen Kämmerlein, aber nicht im UW-Gehäuse.
Dieser Ratschlag gilt insbesondere für die
Individualfunktionen, wenn die Betriebsart RS eingestellt ist. Es funktion- ieren dann weder Bracketing noch diverse Funktionen an der Datenrückwand. Steht die Kamera auf CF-4 und
Nr. 1, ist der AF ausgeschaltet. Peinlich, wenn man da unter Wasser beim Spielen hineinrutscht.
Der feststehende Spiegel in der EOS 1n RS ist eine tolle Sache, bringt aber
auch kleine Einschränkungen mit sich. Das Sucherbild der RS ist etwas dunkler als in der gewöhnlichen EOS 1n, etwa eine halbe Blende, was aber nicht stört. Unangenehmer kann sein,
wenn man es nicht weiß, daß die TTL-Blitzsteuerung nur kontrolliert werden kann, wenn man das Sucherokular abdeckt. Durch den feststehenden Spiegel wird nämlich einfallendes
Sucherlicht beim Auslösen direkt auf den Film geleitet und kann die Messung verfälschen. Bei Langzeitaufnahmen an Wracks muß deshalb unbedingt das Auge auf dem Okular liegen,
damit kein Licht auf den Film dringt. Es reicht aber auch, wenn man die Hand darüberlegt.
Der Sucherspiegel muß von Staub und anderen Verschmutzungen (ja nie berühren!)
unbedingt frei bleiben. Fett- flecken und Dreck verändern nämlich den Stahlendurchgang, beeinflussen die Belichtungsmessung und verfälschen unter Umständen das Aufnahmeergebnis.
Sowohl beim Blitzen als auch ohne! Zeigt der Spiegel Schmutzablager- ungen, muß die Kamera zum Service. Wechseln Sie deshalb niemals das Objektiv, wenn Staub in der Luft liegt,
der Raum von Zigarettenrauch dampft oder die Luft sehr feucht ist.
Bedingt durch den feststehenden Spiegel arbeitet der Autofokus nur im Bereich EV 0-18. Die Nikon F5 kann
das bereits von -1 bis +19. Ob man das nun wirklich nützt, sei dahingestellt. In einer dämmerigen Situation kann es vielleicht entscheidend sein wenn man einen Blitz ohne
Pilotlicht verwendet. Daß alle Blitzgeräte an der EOS 1n RS 20% ihrer Leitzahl verlieren, wurde obenstehend bereits erwähnt. Für die Landfotografie sollten Sie sich deshalb auch
merken, daß die maximale Blitzreichweite ebenfalls 20% kürzer ist. Unter Wasser ist das unerheblich, weil man sowieso nicht weiter als geometrische 2 m blitzt. Viele Fotografen
werden die RS auch deshalb kaufen, weil sie damit Hochgeschwindigkeits-Reihenaufnahmen machen wollen, an Land oder unter Wasser. Die Geschwindigkeit ist allerdings von der
Filmempfindlichkeit und bei Verwendung einer Datenrückwand von einbelichteten Daten abhängig. Bei ISO 64/19¡ beträgt die Aufnahmegeschwindigkeit 4 Bilder pro Sekunde. Mit einem
sehr starken Blitz, mittleren Blenden (5,6 bis 11) und TTL-Blitzsteuerung ist solches auch im Wasser machbar.
Objektive
Wer sich die EOS 1n RS zulegt, wird
es wohl kaum beim 50-mm-Standardmakro belassen. Die standesgemäße Ausrüstung eines Canon-Profis umfaßt nicht nur das 100er Makro und das 20er Weitwinkel, auch beim 15 mm Fisheye
ist noch lange nicht Schluß. Absoluter Knüller ist das 14-mm-Superweitwinkel mit Ultraschallantrieb, ein Objektiv ohnegleichen auf diesem Erdball. Geringste Verzeichnungen, so gut
wie keine Reflexionen im Gegenlicht, randscharf wie ein Rasiermesser...und das bei einem diagonalen Bildwinkel von 114°.
Zu den märchenhaften Dingen gehört auch das
180-mm-Makroobjektiv. Ausgestattet mit einem Ultraschall angetriebenen Innnenfokus von unendlich bis 1:1 zählt es zu den wahrhaft königlichen Objektiven bei der Jagd auf scheue
Meeresbewohner.
Der pure Thrill
Fotografieren mit der EOS 1n RS gleicht einem Besuch im Leistungszentrum einer Sportakademie. Schneller als der Schall,
raffinierter ausgestattet als ein PC, teurer als eine Luxusuhr...eine Kamera wie ein Taifun, eine Gala der Hochtechnologie. Die EOS 1n RS frißt dem Fotografen den Film regelrecht
aus der Hand.
Gewiß keine Kamera für Jedermann, angesichts des Preises sowieso nicht. Wer sich erfolgreich durch die 128 Seiten starke Bedienungsanleitung hindurchgekämpft
hat, wird vielleicht erschreckend feststellen, daß er einen Foto- computer erworben hat, dessen IQ zur Mitgliedschaft im exklusiven Mensa-Club der Hochintelligenten befähigen
würde. Der magischen Wirkung dieser Profi-Canon kann sich kein ernsthafter Fotograf entziehen. Ihr Kauf kann im übrigen nicht darüber hinwegtäuschen, daß Fotografieren mit
professionellen Geräten zwar nicht unbedingt eine Sache vermögender Menschen sein muß, es aber ungemein erleichtert Denn wer sich die RS von Canon mit den entsprechenden
Superobjektiven leisten kann, wird damit vielleicht glücklicher als es erlaubt ist.
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