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Gewinnspiel f.re.e

Der große Report: 3 Gehäuse zur Canon EOS 300

Herbert Frei 8.01

Was ist CNC?

Als einziger europäischer UW - Gehäusehersteller, vielleicht sogar weltweit als einziger, lässt UK - Germany seine Miniserie auf einer CNC - Maschine aus einem vollen Metallblock fertigen. CNC (Computerized Numerical Control) sind numerische Steuerungen mit einem oder mehreren Mikroprozessoren für speicherprogrammierbare Anpassprogramme. Der Automatisierungsgrad ist nahezu vollkommen. Mit einer CNC - Maschine kann man ein UW - Gehäuse aus einem einzigen Metallstück drehen, fräsen und bohren. Ist so etwas besser und billiger? Nicht unbedingt, aber Uwe Kiehl hat für sich und sein UK - Mini die wohl beste und günstigste Lösung gefunden. Die Gehäuse werden mit einer unglaublichen Präzision gefertigt, müssen nicht mehr nachbearbeitet werden (nur noch eloxiert) und sind deutlich billiger zu fertigen als ein Kokillenguss (ca. 30 000 DM), der sich wiederum nur lohnt, wenn mindestens 200 Gehäuse vom selben Typ gegossen werden. Mit CNC kann UK - Germany mit seinen kleinen Stückzahlen individueller und preisgünstiger fertigen. 

Maßungenauigkeiten

An dieser Stelle soll auf ein Problem hingewiesen werden, das wenig bekannt ist und den meisten Gehäuseherstellern manchmal schlaflose Nächte bereitet: Die gerigfügig unterschiedlichen Maße von Serienkameras. Betroffen sind in der Regel Kameras der unteren und mittleren Preisklasse. Deren Bodies unterscheiden sich mehr oder weniger alle um ein paar Zehntelmillimeter in Breite, Höhe und Länge, so dass auch die Funktionstasten und elektronischen Schalträder nicht immer exakt an derselben Stelle sitzen. Diese Maßungenauigkeiten sind häufig die Ursache dafür, dass eine Testkamera beim Probetauchgang hin und wieder nicht so bedient werden kann, wie es eigentlich wünschenswert wäre. Ergo liegt dann nicht immer die Schuld beim Gehäusehersteller, denn nach dessen Kameravorlage - darf man jetzt einmal annehmen - haben die Eingriffe sicherlich gut funktioniert.Umgehen kann man dieses Problem manchmal nur, wenn die Kamera vor dem Einbau mit sog. Adaptionsbauelementen bestückt wird, wie es der österreichische Gehäusehersteller Subal an seinem EOS 50 - Gehäuse praktiziert. Dann egalisieren sich die Fertigungsungenauigkeiten der Kamerahersteller.

Schöner Bruder

Das Carbon - Gehäuse der Bruder – UW - Fotosysteme wird aus mehreren Lagen Kohle- und Glasfaser aufgebaut. Das Bindemittel, eine für die Luftfahrt zugelassenes Epoxidharz, bindet die Fasermatten dauerhaft ein. Während die Kohlefaser für die Aufnahme hoher Biege- und Zugkräfte verantwortlich ist, übernehmen die Glasfasern den Part für die extreme Schlagfestigkeit. Bruder - Gehäuse können auch mal zu Boden fallen. Es macht ihnen so gut wie nichts aus. Auch Hammerschläge oder vom Auto überfahren bringen das Material nicht aus der Fassung. Bruder garantiert mehrere Tausend Lastwechsel ohne Versprödungs- oder Bruchgefahr. Sollte trotz der hohen Widerstandsfähigkeit trotzdem einmal etwas vorkommen, kann der Schaden fast immer ohne Probleme behoben werden, weil sich Glasfasermatten, Epoxidharz und Carbon perfekt für Reparaturen eignen. Nach dem Gießen und aushärten (24 h) werden die Gehäuse in der Wunschfarbe lackiert. Keine Bedenken muss man hinsichtlich hoher und niederer Umgebungstemperaturen haben. Ob tropisches Meer oder Eiswasser, das Epoxidharz ist einsatzfähig von –250° C bis +110°C. Insgesamt besitzen Carbongehäuse einen kaum messbaren Ausdehnungskoeffizienten. Ob in tropischer Hitze oder arktischer Kälte, die inhaltliche Veränderung bewegt sich selbst bei Temperaturunterschieden von über 100° bei weniger als einem Hundertstel des Rauminhaltes. Carbon und Glasfaserepoxidverbund besitzen auch nicht die fatale Eigenschaft vieler anderer Kunststoffe zum Anlaufen in kalten Gewässern. Etwas Silikagel in einem kleinen Beutel drückt das Luftfeuchtigkeitsproblem auf Null.Nachteil der Herstellung ist einzig und allein die komplizierte handwerkliche Fertigung im Handauflegeverfahren. Maschinell hergestellte Carbongehäuse würden sich erst bei Stückzahlen von mehreren Tausend lohnen. Das zeitintensive Handauflegeverfahren gestattet allerdings Unikate, Prototypen, Einzelstücke und Exotengehäuse für alle Film-Video- und Fotogeräte zu noch bezahlbaren Preisen. 

 

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C: Herbert Frei
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