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angenommen und im Herbst 98 einen weiteren Liliputaner, DCR-PC1 (auch hierfür gibt es ein SEALUX-Gehäuse), nachgedrückt. Wo soll das noch hinführen und
wer blickt da noch durch? Doch eines wird bei diesem Miniaturisierungskrieg, ob Sinn oder Unsinn, deutlich, die Häuslebauer können einem schon leid tun. Wer also am Ball bleiben
will, muß dieses Spiel mitspielen, höchst innovativ und flexibel sein. Wohl oder übel von Modell zu Modell hangeln heißt die Devise und nur nicht den Faden verlieren.
Bauweise und Technik
Sealux schlägt mit seiner Gehäusebaureihe für Kompaktcamcorder einen völlig neuen Weg ein. Dem Aluminium ist man allerdings treu geblieben, doch die
Formen sind geradliniger und auch fertigungsfreundlicher geworden. Die bereits in der gelben Serie zur Marktreife entwickelten Komponenten, wie Long Distance Sucher,
Drucktastensteuerung und Unterwassermikrofon kommen auch hier zum Einsatz. Völlig neu dagegen ist das Konzept des Weitwinkelkonverters, der nun auch unter Wasser bedarfsweise vor
der festeingebauten Planscheibe plaziert werden kann. Die Grundversion des PC10 beinhaltet bereits die Montagevorrichtung für den gehäusespezifischen Weitwinkelvorsatz. Der vor
der festeingebauten Planscheibe außen am Gehäuse adaptierbare Weitwinkelvorsatz wird einfach aufgesetzt und durch eine 90°-Drehung arretiert. Diese Ausführungsvariante bringt eine
wesentlich höhere Aufnahmeflexibilität mit sich und wird auch den derzeitigen Marktanforderungen gerecht.
Überwachungsoptik
Ob nun die Bildüberwachung mittels
seitlich ausgeklappten LC-Bildschirm oder lediglich über den Farbsucher erfolgt ist keine Frage der technischen Realisierbarbarkeit sondern der Gehäusephilosophie. Sealux
verzichtet bei dem PC10 generell auf den seitlichen Blick, spendiert aber dafür einen sogenannten Long Distance Sucher, der alternativ eine komfortable Bildkontrolle über den
Farbsucher garantiert. Der LD-Sucher erlaubt eine abgesetzte Bildbetrachtung, die den Vorteil hat, daß bei 100%igem Sucherüberblick auch das Umfeld im Auge behalten werden
kann.
Wassereinbruchmelder
Der optisch und akustische Wassereinbruchmelder gehört zur Standardausrüstung des PC 10. Mit einer eigenen Batterie ausgestattet,
ist seine Funktionalität unabhängig vom Camcorder. Der Ein/Aus-Schalter an der Platine spart Strom bei Nichtgebrauch.
Rund um’s Licht:
Optional zum Gehäuse
liefert SEALUX einen Aluflügel, Breite 470 mm, , z. B. für die eigene Video - Lichtanlage SEALUX Video bright oder die mb sub Slimlight - Serie. Auch Produkte andere Hersteller
sind problemlos montierbar.
Blick ins Innere
Der Innenraum wirkt sauber verarbeitet. Die Verkabelung besteht aus den beiden losen Steckkabeln für Mikrofon und
Fernbedienung sowie den am Gehäuseboden festverlegten Sensor des Wassereinbruchmelders und das war’s auch schon. Seitlich befindet sich eine Gehäuseplatine auf der die
Elektronik für die Ansteuerung der optischen Anzeigen für Standby und Aufnahme, des Alarmindikators und des Akustikmelders (Piezoalarm) für Wassereinbruch untergebracht ist.
Camcordereinbau
Vor dem Einbau des Camcorders ist der Sony Spezialadapters, VMC-LM 7, anzudocken, denn nur er liefert die Anschlüsse für Fernbedienung und Mikrofon.
Die lichte Höhe des Gehäuses mußte für den Einsatz des PC 10 vom Hersteller vergrößert werden, da sein Mikrofon gegenüber dem PC 7 etwas höher ausgefallen ist, ohne jedoch die
Gesamtbauhöhe zu vergrößern. Nur ein Beispiel dafür, wie exakt und genau heute im Gehäusebau gearbeitet wird und welche unvorhersehbaren Probleme bei einem Modellwechsel auftreten
können.
Ohne einen Kameraschlitten oder sonstige Einbauhilfen wird der Camcorder mittels einer von außen durch die Gehäusewandung geführten und mit zwei O-Ringen
ausgestatteten Stativschraube fixiert.
Funktionskontrolle und Trockentest
Dieser beschränkt sich lediglich auf den funktionalen Test der Drucktastensteuerung inkl.
Kontrolle der optischen Funktionsanzeigen sowie des akustischen Warnsignales für Wassereinbruch durch Überbrückung des Sensors mit etwas Feuchtigkeit. Mehr ist nicht zu tun!
Test
Man muß heute nicht mehr wie Arni gebaut sein, um ein Aluminiumgehäuse mit Lichtanlage einhändig über der Wasseroberfläche halten bzw. ins Boot reichen zu können.
Die Zeiten haben sich gewaltig geändert, die Technik und Bauweisen sind fast an die Grenzen der Miniaturisierung gestoßen und dies macht die Unterwasservideografie immer
interessanter und auch attraktiver. Nur “schlappe” 4 kg hat der Taucher noch in der Hand und diese lösen sich beim Eintauchen ins Wasser in etwa 1 kg Abtrieb auf. Wo
kein Volumen ist auch kein Auftrieb und dies ist ja gut so. Wenn ein Gehäuse nur ca. 1 kg Abtrieb aufweist, ist dies für einen optimal austarierten Taucher keine zusätzliche
Belastung und ermöglicht ihm eine gute Kameraführung ohne ihm lange Arme zu machen. Wird der Weitwinkelkonverter bereits vor dem Abtauchen am Gehäuse adaptiert, dies ist der
Normalfall, muß er vor der ersten Aufnahme nochmals abgenommen werden, um evtl. vorhandene Luftblasen zu entfernen.
An der Funktionalität der Drucktastensteuerung hat sich
gegenüber dem Trockentest nichts geändert, sie ist auch hier unten einwandfrei. Der LD-Sucher hält auch mit Taucherbrille das, was er über Wasser bereits versprochen hat - nämlich
100%igen Sucherüberblick. Bei Vergrößerung Betrachtungsabstand werden allerdings die auf dem Bildschirm eingeblendeten Camcorderinformationen immer kleiner und auch unleserlicher.
Es empfiehlt sich deshalb die Funktionsüberwachung, z. B. Aufnahme-Start/Stop, mittels der seitlichen LED am Gehäuse zu überwachen.Die über Wasser eingestellte Schärfebene deckt
in der Weitwinkeleinstellung ein breites Aufnahmespektrum ab. Bei Aufnahmen im Nahbereich muß die einmal fixierte Schärfeebene mit den Nah-/Ferntasten (FF, FN) nachkorrigiert
werden. Das Finden der exakten Bildebene erfordert jedoch Zeit und in diesem Moment wurde der Schnellfokus per Tastendruck schon sehr vermißt.
Die Tauchgänge mit dem PC10
ergaben ein zufriedenstellendes Ergebnis und das Handling war außer der etwas zeitraubenden manuellen Entfernungseinstellung völlig relaxed. Die beim Prototyp festgestellten
kleineren Problempunkte und konstruktiven Kinderkrankheiten sind allesamt in der Serieversion des PC10 beseitigt. Zusätzliche Features werden optional angeboten und lassen keine
Wünsche offen.
Fazit
Flexibel und schnell sich den Markterfordernissen stellen heißt die Philosophie von SEALUX für die graue Gehäuseserie, die alle neuen für den
Unterwassereinsatz interessanten digitalen Camcordermodelle der Firmen Sony und Panasonic abdecken. Einfaches Design, das im Vergleich zu aufwendigen Alu-Gußformen wesentlich
fertigungsfreundlicher und damit auch kostengünstiger ist, läßt die Reaktionszeiten auf neue Camcordermodelle erheblich schrumpfen und auch die Markteinführung beschleunigen.
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