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Gleich 4 neue Riff-Führer vom Altmeister Helmut Debelius liegen der Redaktion vor. Denken wir gut 20 Jahre zurück, so war nahezu jeder
Taucher am Roten Meer mit einem „Debelius“ ausgestattet. Heute sieht es anders aus, man gönnt sich nun Tauchziele, die man mit dem Blick ins Auge eines
Weißen Hais krönen möchte. Die vitale Wirklichkeit in den Riffen verschließt sich immer mehr den Tauchern, die auf eine Lampe und ein Bestimmungsbuch verzichten.
Vielleicht sind deshalb die aktuellen Riff – Führer nicht mehr in einer Paperback – Ausgabe in Produktion gegangen.
Ja, es ist bedauerlich, das
immer mehr Taucher immer weniger Interesse an dem zeigen, was sich im großen Naturaquarium vor ihrer Maske so abspielt. Wer mit wem, wessen Feind bist du und welchen
Namen hat man dir gegeben, all das spielt häufig im Verlauf von Tauchgängen keine große Rolle mehr. Viele der vorausschwimmenden Guides haben entweder keine Ahnung von
dem, was um sie herum in der Natur geschieht oder keine Lust es den ihnen anvertrauten Gästen zu vermitteln. Hauptsache man hat Strecke gemacht und alle sind nach 45
Minuten wieder an Land oder an Bord. Helmut Debelius widmet sich nach wie vor der Aufklärung, der Vermittlung von Know How, möchte in Fotos und Texten in die
Lebensgemeinschaften der Riffe einführen. Unermüdlich arbeitet er an Bestimmungsbüchern und Riff – Führen, die in ihrer inhaltlichen Organisation legendär und
vorbildlich sind. Er hat es verstanden jene an maritimer Fauna und Flora Interessierten mit Grundlagenwissen auszustatten und weiterzubilden, die von der
Unterwasserwelt an sich bereits fasziniert sind, viele andere brachte er auf den richtigen Weg die Augen zu öffnen und das Tauchen nicht nur des Schwebens wegen zu
praktizieren. Das Rote Meer, der Indische Ozean, das Mittelmeer mit dem Atlantik sowie Südostasien sind nun als seine neuesten Riff – Führer veröffentlicht
worden. Die zu den beschriebenen Spezies formulierten Texte, das informative Umfeld haben von je her Standards kreiert, daran hat sich bis heute nichts
geändert. Auch der Anspruch sämtliche veröffentlichten Spezies in Abbildungen vorzustellen, die sie lebendig im angestammten Lebensraum portraitieren, ist
unverändert. Und so nimmt Helmut Debelius, der die meisten Fotos selbst produzierte, gerne hin, dass das eine oder andere Bild nicht gerade für die Einsendung zu einem
Fotowettbewerb geeignet ist, Hauptsache, es ist authentisch. Und natürlich haben wir eine böse Probe aufs Exempel gemacht, reproduziert sich Helmut Debelius bei
seinen Bilddarstellungen in den unterschiedlichen Riff-Führen selbst und verwendet bei gleichen Fischfamilien die gleichen Abbildungen? Eigentlich hätten wir uns
diesen Test ersparen können, denn sein Archiv ist so umfangreich und sein Perfektionismus so groß, dass es müßig war, hier einen Kritikpunkt finden zu können.
Fazit
Nein, die Arbeit, die sich Helmut Debelius mit seinen Bestimmungsbüchern, seinen Riff-Führen macht, hat auch heute noch ihre absolute Berechtigung.
Den Hintergrund des Tauchsports hat er seit vielen Jahren tiefgreifend bereichert und wird es mit seinen Publikationen weiterhin tun.
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