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Der Einstieg in die digitale Unterwasserfotografie muss nicht teuer sein. Das beweist INTOVA schon seit einigen Jahren. Mit der IC 12 hat
das Label aus Honoluli / Hawaii eine Quantensprung geschafft und konnte damit sogar einen Profi hinter der UW-Kamera zum Staunen bringen, mit den Ergebnissen von
hochaufgelösten Digitalfotos und erstaunlichen Video – HD-Szenen. Im 7°C kalten, dafür aber glasklaren Samarangersee in Tirol wurde die IC 12 hart geprüft.
Haben Sie 269 Euro übrig um - nicht nur unter Wasser – Ihre schönsten Erlebnisse als Fotos oder HD-Videos festhalten zu wollen? Dann folgen Sie
unserem Testbericht, an dessen Ende vielleicht noch ein paar gesparte Euro warten, weil nicht zum doppelten Preis in Erzeugnisse bekannter Weltlabels investiert wurde.
Aber, und das darf nicht verschwiegen werden, die Testfotos und Videos in diesem Beitrag wurden von einem erfahrenen Profi gemacht. Nicht, dass hier irgendein
professioneller Zauber zu wirken hatte, nein, nur ein paar manuelle Einstellungen an der Kamera und das Wissen, was der kleine Bildcomputer beherrschen kann, dazu
ein Händchen für Bildgestaltung, und schon bringt man tolle Eindrücke vom Tauchgang mit nach Hause – im Rahmen dessen, was die kostengünstige Technik erlaubt.
Und das können Sie auch. Vorausgesetzt, sie gönnen sich die Lektüre eines der vielen im Buchhandel verfügbaren Ratgeber. Wer hier knausert und konsequente
Fehlergebnisse beim Fotoshooting unter Wasser einzig und allein der „billigen“ Technik anlastet, steht auf der Kippe, je brauchbare Fotos oder Videoszenen an die
Oberfläche zu bringen.
Als Zielgruppe
für das INTOVA IC-12 System machen wir auf jeden Fall Taucherinnen und Taucher aus, die auf
besonders preisgünstige Art und Weise den Einstieg in die UW - Fotografie planen, mit der Option mit nützlichem Zubehör das Equipment Schritt für Schritt zu
vervollständigen. Dabei dürfen wir generell den jungen taucherischen Nachwuchs nicht vergessen, der mit einer INTOVA IC-12 erste fundierte Erfahrungen auf dem Weg zum
Meisterfotografen sammeln kann. Was uns also bei INTOVA generell gefällt, ist die Möglichkeit, das Fotoequipment rundum preiswert auszubauen. Steigende
Ansprüche der User werden mit einem bezahlbaren Sortiment beantwortet, vom Weitwinkelvorsatz, Nah- und Farbkorrekturlinse, Blitzgerät, Blitzarmen, Kameraschienen oder
LED – Video und Fotoeinstelllicht.
Spaß macht
auf alle Fälle die rasche Wahlmöglichkeit zwischen dem Foto und Videomodus. Auf Knopfdruck
belichtet man entweder Fotos mit einer Auflösung bis 12 Millionen Pixel im JPG - Format oder HD – Videos mit 720 Zeilen als AVI - Datei. Natürlich wird bei den
Videosequenzen auch Ton aufgezeichnet und die typischen Atemgeräusche der Taucher hört man auch ohne ein extra ins Gehäuse eingebautes Mikrofon. Rundum
bedienerfreundlich präsentiert sich das gesamte System, von der kompakten Digitalkamera, die auch über Wasser ihre Motive findet, über das Gehäuse bis hin zum externen
Blitz. Bis 54 Meter Tiefe ist das ergonomisch gut gestaltete Gehäuse druckfest. Die Kamera findet direkt im Gehäuse ihren Platz, ohne besondere Montage. Das
Gehäuse liegt eng um die Kamera geschneidert, was es sehr handlich macht, andererseits nur wenige Möglichkeiten bietet, Trockenmittel – Beutelchen einzulegen.
Diese sind aber unter vielen Bedingungen unverzichtbar, das Kamerafenster und den Monitoreinblick beschlagfrei zu halten. Seien sie also aufmerksam, beim Verstauen des
Trockenmittels, damit beim Schließen des Rückdeckels nichts eingeklemmt wird, denn dann können die doppelt ausgelegten O-Ring - Dichtungen ihre Aufgabe beim besten
Willen nicht erfüllen. Weil die Belichtungsmessung in der Regel das Gros der Unterwassermotive als zu dunkel empfindet, dies betrifft alle automatisch belichtenden
Kameras, sollte man hier mit einer manuellen Belichtungskorrektur gegensteuern. Meist verhilft eine Korrektur von minus 2/3 zu satteren Farben, auch in den
Videoszenen. Bei der IC-12 können im Videomodus keine manuellen Eingriffe gemacht werden, es werden aber die Einstellungen übernommen, die im Fotomodus vorgewählt
wurden. Grundsätzlich kann man mit einem IC-12 – Set bereits auf UW-Fotopirsch gehen. Richtig Spaß macht es mit dem ergänzenden Zubehör, beginnend mit dem
Blitzgerät ISS 2000 (vorgestellt bereits in diesem Beitrag). An der neuen Universalschiene
können sogar zwei Blitzgeräte an (unterschiedlich langen) Flexarmen montiert werden (Synchronisierung über Lichtleiterkabel und Sklavenfunktion). Diese
Amphibienblitzgeräte powern Farbe in Ihre Motive. Statt einem zweiten Blitz könnte auch eine INTOVA LED – Leuchte (Artikelnummer 402) zum Einsatz kommen. Die 4,8
Watt LED liefert 130 Lumen Beleuchtungsstärke mit einem Ausleuchtwinkel von 42°. Damit eignet sich die Leuchte für Videomotive im Nahbereich oder als Einstelllicht bei
Dämmerung und Nachttauchgängen. Ob nun der Weitwinkelvorsatz in der Anschaffungsreihenfolge vor oder nach dem Blitzgerät steht, möchte ich offen lassen, am besten
hat man beides von Anfang an zur Hand. Weitwinkelobjektive sind aus der UW-Fotografie nicht wegzudenken, außer man findet „seine“ Motive ausschließlich im
Nahbereich. Dann kommt die optionale Nahlinse zum Zug. Und wenn Motive größer und weiter entfernt sind, als dass sie vom blitz wirkungsvoll beleuchtet werden
können, dann zaubert der Orangefilter Farben ins Motiv zurück. Das funktioniert in einem Tauchtiefenbereich zwischen 5 und etwa 20 Metern im Meer recht gut. Alle
optischen Zubehörteile können unter Wasser gewechselt werden und der Orangefilter lässt sich sogar mit dem Weitwinkel kombinieren. Der interne Speicher ist mit 32
MB nur eine „Notration“, für ausführliche Foto- und Videoproduktionen benötigen Sie eine optionale SD / SDHC – Speicherkarte. Die Software der Kamera kann
Karten bis 16 GB verwalten. Und nach unserer Feststellung meistert ein Lithium – Kameraakku im Handyformat gut zwei Tauchgänge.
Praxis
Über
das einfache Handling beim Einlegen der Kamera ins Gehäuse haben wir schon gesprochen. Sämtliche Funktionen der INTOVA IC-12 werden mit mechanischen Drucktasten
übertragen. Wir haben es ausprobiert, auch Finger in dicken Handschuhen kommen mit den Bedienungselementen zurecht. Form und Mechanik der Auslösetaste erleichtern im
neu gestalteten Gehäuse die Druckpunktnahme für Schärfe und Belichtung. Die Auslöseverzögerung ist marginal und selbst bei Auswahl der datenintensivsten besten
Bildqualität ist die Aufnahmebereitschaft rasch wieder hergestellt. Die Schärfe der HD – Videoszenen wie auch die Auflösung der Fotodaten überrascht, in
dieser Preisklasse hatten wir es nicht erwartet. Der Autofocus arbeitet zuverlässig, ist im Motiv genügend Licht und Kontrast vorhanden. Alle optischen
Zubehörteile, vom Weitwinkel bis zur Nahlinse, lassen sich rasch und sicher anbringen und abnehmen. Gut abstimmbar ist die Blitzleistung über 4 Powerstufen
und Feinabstimmung am Drehregler. Das Ergebnis kann man im Rückschaubild sofort kontrollieren und mit etwas Praxis findet man die manuellen Idealeinstellungen
fast wie im Schlaf. Bei sehr hohen Temperaturunterschieden (kaltes Wasser, höhere Temperatur der Luft) tritt der Fall ein, dass zwei Trockenmittelbeutelchen im
Gehäuse eingearbeitet werden müssen, um das ganze Kondenswasser aufzunehmen. Das umfangreiche Softwarepaket unterstützt nach der Aufnahme die Archivierung,
Vorschau und Ansicht der Dateien am PC oder Laptop, sogar mit einfachen Tools zur Bildbearbeitung.
Fazit
Nochmal zurück zu Leistung und Preis: Für
€ 269 bekommen Sie ein Set aus Digitalkamera und UW-Gehäuse, mit dem Sie sich das Tor zu scharfen Fotos und Videos über wie unter Wasser öffnen. Für rund €
920,- wären Sie komplett mit allem ausgestattet, was wir im Test eingesetzt hatten. Ganz ehrlich, günstiger geht’s wirklich nicht.
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Fakten
Gehäuse
Wasserdicht bis 54 Meter Maße ca. 125 x 105 x 100 mm
Doppelter O-Ring als zusätzlicher Schutz gegen Wassereinbruch Alle Funktionen sind auch unter Wasser leicht bedienbar
46mm mit Schraubgewinde für opt. Rotlichtfilter, Makro- oder Weitwinkel
Kamera
Image 1/2.33" CCD Sensor 12.0 Megapixel effektiv
Farbauflösung: 24bit (RGB) Auflösungen: 3968x2976,3264x2448,2304x1728,1600x1200,640x480,320x240 Video: HD 720p/30fps., Motion JPEG AVI
Fileformat: JPEG, DCV kürzeste Verschlusszeit: 1/2000 Sekunde (!) Speicher: Intern 32MB, Extern SD/SDHC bis zu 16 GB (nicht im Lieferumfang)
Blende Weitwinkel 3.1 mm / Tele 5.9 mm Brennweite 6.3 mm – 18.9 mm Schärfenbereich normal: ab 60 cm bis unendlich - Makro: ab 20cm bis 60cm
Blitzreichweite: 0,5 - 2,30 Meter Farb LCD Monitor: ca. 6 cm diagonal, (ca. 5,0 x 3,5 cm) Selbstauslöserfunktion: 10 Sekunden , 2 Sekunden oder 10 + 2
Sekunden Belichtungskorrektur: -2.0EV bis + 2.0EV in 1/3 Schritten Weißabgleich: Auto, manuell, Tageslicht, bewölkt, Glühbirnen – und Neonlicht
Iso: Auto, 80, 100, 200, 400, 800, 1600 Batterien: Lithium Ion Akku, Ladung über USB – Adapterstecker direkt in der Kamera Maße: ca. 95 x 59,7 x 22.6 mm
Gewicht 131 gr. ohne Batterie und SD Karte ( im Preis nicht enthalten ) Kompatibilität: PC-Windows 7/XP/Vista, MAC-OS 10.3.9 oder höher
Preise (Einzelpreise, können von Set-Angeboten abweichen)
Kameraset IC-12 uvb: € 269,- Blitz ISS 2000, je nach Set uvb: ab € 169,-
Lichtleiterkabel uvb: € 29,- Weitwinkel uvb: € 139,- Nahlinse uvb: € 59,- Orangefilter uvb: € 39,-
Intova Doppelarmschiene uvb: € 84,90 Flexarm uvb: ab € 17,90 LED-Leuchte 4,8W uvb: € 69,-
www.ocaris.de www.dive-markt.de
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