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Infos
Anreise
Mit dem Flugzeug nach Antalya oder Dalaman. Von dort mit dem Auto (man wird am Flughafen abgeholt) etwa 3 Stunden über Land
nach Kas. Der Reiseveranstalter (Travel-Service-Lahr) ist bei Fotografen und Filmern bemüht, eine Übergepäckpauschale zu arrangieren, was in unserem Fall mit
Öger-Tours anstandslos und ohne Probleme geklappt hat.
Wohnen
In Kas gibt es jede Menge kleiner und auch preiswerter Hotels. Die ideale Bleibe ist aber das Ferah-Hotel (20 Doppelzimmer), in dem sich die
Tauchbasis befindet. Rechtzeitiges Buchen ist empfehlenswert, weil sich natürlich alle Taucher dort einquartieren wollen. Wer dort kein Zimmer mehr bekommt, dem
besorgt man eine Unterkunft im NUR-Hotel (9 Doppelzimmer) in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Zimmer im Ferah-Hotel sind ausreichend groß und sehr sauber. Keine
Ameisen, keine Kakerlaken!
Essen und Trinken
In den Hotels gibt es nur Übernachtung mit Frühstück. Das Frühstück im Ferah ist gut bürgerlich mit
Käse, Wurst, Eiern, Marmelade, Tomaten, Gurken, Obst und einigen süßen Stückchen. Zum Trinken wird Tee, Kaffe, Fruchtsäfte (handgepresster Orangensaft) oder Wasser
angeboten. Bei ganztägigen Tauchausfahrten bekommt man auf dem Tauchschiff ein sehr schmackhaftes und ausreichendes Essen. In einigen Buchten, wie beispielsweise
am Leuchtturm, kann man in kleinen Kneipen wohlschmeckende Snacks zu sich nehmen. Abends sucht man sich in Kas ein nettes Lokal, die man Dutzendweise in den
Nebenstraßen findet. Noch ist das Essengehen deutlich billiger als in Deutschland, aber die Preise haben mit dem Euro angezogen. Trotzdem kann man sich für 10 Euro
am Abend immer noch den Bauch vollschlagen, einschließlich Trinken. Das türkische Essen wird in den meisten Lokalen generell frisch zubereitet, ist von den Zutaten her
gesehen sehr gesund. Die abwechslungsreichen und phantasievollen Vorspeisen sollte man der Reihe nach ausprobieren. Schweinefleisch gibt es grundsätzlich nicht.
Energie / Strom
220 v, Adapter werden nicht benötigt.
Geld
Der Euro ist etabliert und wird überall angenommen. Zum
Bezahlen kann es aber günstiger sein, einige Scheine in Türkische Lira umzutauschen, weil die Einheimischen das Wechselgeld mit der einheimischen Währung besser im
Griff haben. In Hotels und in vielen Gaststätten ist auch die Bezahlung mit EC-Karte, Visa oder Master-Card möglich. Nicht zu viel umtauschen, weil man zuhause
kaum etwas zurückbekommt. Aufheben fürs nächste Jahr ist auch nicht ideal, weil die galoppierende Inflation das türkische Geld zu Klopapier macht. Am Flughafen kann
man sich für den Rest mit einigen Souvenirs eindecken.
Gesundheit
In der Türkei gibt es keine Impfpflicht. Seuchen, Malaria oder
sonstige Epidemien sind nicht bekannt. Das Gesundheitswesen ist modern, Krankenhausaufenthalte, sofern sie anfallen sollten, können unbedenklich angetreten werden. Die
Apotheken sind gut sortiert.
Kriminalität und Terror
Kas ist ein ruhiger Ort mit etwa 5000 Einwohnern. Kriminalität ist zwar wie überall kein
Fremdwort, aber man kann unbehelligt rund um die Uhr durch alle Gassen gehen, einkaufen, palavern, handeln und Leckerbissen zu sich nehmen. Überfälle sind nicht
bekannt. Die terroristischen Aktivitäten der Fundamentalisten beschränken sich auf die großen Städte des Landes und die Touristenzentren. Dazu gehört Kas
nicht. Hier hat es Tauchbasen, Tauchschiffe und Rucksacktouristen, aber keine riesigen Hotels und Strandanlagen. Am 24. Oktober ist Staatsgründertag. Dann geht es
in Kas zu wie am Stachus in München...aber friedlich und feierlich. Reisezeiten
Für Taucher beginnt die Saison am 1. April und endet am 31.
Dezember. Bei schlechtem Wetter besteht die Möglichkeit, am Hausriff zu tauchen. Das ist bequem zu Fuß von der Basis aus erreichbar. April und Mai kann es noch
etwas kühl sein, auch an Land. Halbtrocken zu tauchen ist in dieser Zeit empfehlenswert. Alsdann wärmen sich Wasser und Luft stetig an. Juli, August und September sind
die wärmsten Monate. Dann geht das Thermometer langsam zurück, doch auch von Oktober bis Mitte November lässt es sich noch ohne nennenswerte Einschränkungen tauchen.
Auf dem Meer weht dann aber hin und wieder ein kühler Wind. Das Wasser bleibt jedoch bis Ende November angenehm betauchbar. Im Dezember sind dann 7 mm oder Halbtrocken
up to date. Tauchpause ist von Anfang Januar bis Ende März; beste Tauchzeit von Mai - Juni und von September - Oktober. In den Sommermonaten kann im Tropenanzug
getaucht werden. Die Luft hat dann heiße Temperaturen angenommen, 35° C bis 40° C im Schatten sind nicht außergewöhnlich. Auch die Nächte bleiben dann sehr warm.
Wassertemperaturen
April ca. 17° C; Mai ca. 19° C; Juni ca. 22° C bis 23° C; Juli ca. 25° C bis 28° C; August ca. 28° C bis 29° C; September ca. 26°
C bis 27° C; Oktober ca. 24° C bis 26° C; November ca. 22° C bis 23° C; Dezember ca. 20° C
Tauchbasis
Tauchgenehmigungen, die in der Türkei
obligat sind, werden kostenfrei erledigt. Etwa 40 bis 50 Taucher kann „Kas-Diving“ in der Hauptreisezeit betreuen. Damit keine qualvolle Enge aufkommt, werden
die Gäste auf zwei oder mehr Schiffe verteilt. Die Tauchboote sind sehr geräumig. Auch mit über 20 Tauchern an Bord kommt kein Gefühl des Einpferchens auf, zumal die
Tauchplätze so groß sind, dass sich die Gäste im Meer verlieren. Es werden nach Möglichkeit nur Tauchplätze angefahren, die noch nicht von anderen Tauchschulen belegt
sind. Luftprobleme gibt es nicht. Mehr als 100 Tauchflaschen können gefüllt werden. Üblicherweise tauchen Urlauber mit 10 l-Flaschen, wer etwas mehr Luft benötigt
bekommt eine 12er. Für Filmer und Fotografen gibt es auf Wunsch 15er-Tanks. Da Kindertauchen angeboten wird, hat sich die Basis auch mit 4l-und 5l-Flaschen eingedeckt.
Wer keine eigene Tauchausrüstung besitzt kann sie sich leihen. 20 Komplettausrüstungen in diversen Größen stehen zur Verfügung. Ausgebildet wird nach PADI, CMAS
und IDEA. Kas-Diving verfügt neben dem Basisleiter über 2 Assis ( Andy und Thomas...beide Tauchlehrer) und einen Springer namens Max, der aushilft, wenn Not am Mann
ist. Keiner bleibt unbetreut. Neben Pressluft gehen die Ausbildungsstandards zunehmend in Richtung Nitrox und Rebreather. Ab Sommer 2004 verfügt die Basis über eine
Membranmischanlage, so dass keine separate Zuführung von Sauerstoff erforderlich ist. Damit macht man sich von logistischen und infrastrukturellen Engpässen
unabhängig. Nitrox - Tauchen soll ohne Aufpreis angeboten werden (sicherheitstechnisch sehr vernünftig!!); die Nitrox - Kurse im Sonderangebot nicht mehr als ca. 150
Euro kosten.
Home: www.tauchen-tuerkei.com e-mail: info@kas-diving.com
Tauchpreise (Stand 2004)
Die Preise liegen bei 19 Euro im Zehnerpack mit Eigenausrüstung; ab 20 Tauchgängen kostet der Tauchgang
17 Euro. Bei Krankheit oder Unpässlichkeit werden die Tauchgänge als Gutschrift verrechnet (wenn vorher gebucht wurde) oder einfach nicht berechnet (Tauchpaket vor
Ort). Diese Angaben können sich situationsbedingt ändern und sind deshalb ohne Gewähr!!
Tauchgründe
Die Ausfahrten dauern in den meisten Fällen
kaum länger als 15 bis maximal 45 min. Da das Meer in der Regel ruhig ist, können sich auch empfindliche Mägen auf die hohe See wagen. Ansonsten reicht es, einen
speziellen Anti – Reisekrankheits - Kaugummi zu kauen, den es in Apotheken zu kaufen gibt. Die entferntesten Tagestouren kommen auf etwa 2 Stunden pro einfacher
Strecke. Dann ist man aber schon in einem völlig anderen Tauchgebiet. Auf Wunsch können Zweitages - Touren arrangiert werden, die dann zu entfernten Wracks führen.
Geschlafen und gegessen wird entweder auf dem Schiff oder in kleinen Fischerdörfern an der Küste. Um alle Tauchgründe abzuklappern, muss man Kas mehrmals besuchen.
Unterwasserfotografie
Basisleiter Levent Aydogmus hat eine Schwäche für UW-Fotografen. Er gibt Tipps, Hinweise und führt einen direkt zu den
besten Stellen. Er selbst fotografiert mittlerweile digital (Canon-Powershot), hat im Verleih aber noch eine analoge Sea & Sea MX-5. Auf Wunsch werden UW-Fotokurse
(analog + digital) abgehalten. Bei Bedarf fungiert er als Model und trägt auch Kameras. Filmmaterial bitte selbst mitbringen. In Kas gibt es wohl Diafilme zu
kaufen, aber nicht alle Sorten. Digitale Aufnahmen können in der Basis am Fernseher betrachtet werden. Die Mitnahme eines Laptops ist trotzdem zu empfehlen. Auf den
Tauchschiffen bekommen UW-Fotografen einen großen Tank zum Spülen der Gerätschaft. Die Fotogeräte werden auf Wunsch mit einem kleinen Lieferauto vom Hotel zum
Hafen und wieder zurück gefahren. Egal, wo sie wohnen, der Service ist umfassend.
Motorrad-Ausflüge
Ab Sommer 2004 bietet
Kas-Diving neben den obligatorischen Tauchausfahrten auch Motorradtouren auf Enduros (geländegängige Motorräder) in das Taurusgebirge an. Die Gruppen können
entscheiden, ob es eintägige oder mehrtägige Ausfahrten sein sollen. Da sich herausgestellt hat, dass immer mehr Taucher in ihrer Freizeit auch biken, bietet sich
eine solche Abwechslung für tauchende Motorradfahrer in einem 14-tägigen Kas-Urlaub fast schon zwingend an. Wer hier Interesse hat, sollte eventuell einen Helm (kann
auch vor Ort geliehen werden) und entsprechende Kleidung mitbringen.
Der Mann dahinter
Levent Aydogmus heißt der Macher, Tausendsassa und
quirliger Unternehmer in Kas. Aufgewachsen in Olympus bei Antalya verschlug es ihn mit 12 Jahren nach Linkenheim bei Karlsruhe, wo er seine Jugend verlebte, zur Schule
ging und einen Beruf erlernte. Genaugenommen zwei, Bauzeichner und Einzelhandelskaufmann. Ein Türke mit deutschem Pass. Aus dem Schnorchler und Apnoeisten
wurde irgendwann ein Taucher, den das Fernweh packte. Mit 27 Jahren ging Levent auf große Tour, blieb in Thailand hängen und verdingte sich dort seinen Lebensunterhalt
als Assi. Wieder zu Hause in Deutschland erinnerte er sich an seine Wurzeln, an die Lykische Küste und Kas, den kleinen Fischerort, wo er als Kind immer zum Baden
gewesen war. Hier wollte er als Tauchlehrer arbeiten, was er für kurze Zeit im Angestelltenverhältnis einer anderen Tauchschule auch tat. Als eine für 1998 geplante
Weltumsegelung platzte und er in Kas dann keine Anstellung mehr in einer der dortigen Basen bekam, machte er sich kurzerhand selbständig. Mit Hilfe von deutschen
Freunden fiel ihm dieser Schritt etwas leichter. Innerhalb von fünf Jahren hat sich Kas- Diving unter Levent Aydogmus zu einer der größten Tauchschulen in Lykien
entwickelt. Die Prognosen sind positiv, denn der Umgangston ist moderat. Levent sieht sich als Dienstleister nicht als Zuchtmeister. Taucher jeglicher Art genießen
viel freie Hand, werden freundlich bedient und sachkundig geführt. Auch die finanzielle Grundlage scheint zu stimmen. Kas-Diving ist am Expandieren, dass man nur so
staunen kann. Das ist keine Klitsche mit einigen Pressluftgeräten, sondern ein Unternehmen mit Zukunft. PADI 5-Star IDC-Center darf sich die Basis nennen. Auch nicht
alltäglich.
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