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1. Ausbildungstauchgang
Heute begann mein richtiger Tauchkurs. Wir waren 6 Tauchschüler, die mit Bernd hinausfahren sollten:
Maria (18), Manuel (19) waren auch aus Deutschland, dazu noch zwei Italienerinnen 13 und 15 Jahre, Leonie (12) und ich. Wir fuhren mit dem schicken weißen Boot in eine
kleine Bucht nicht weit von unserem Strand. Leonie und ich saßen natürlich ganz vorne und wenn wir über eine Welle fuhren, flog das Boot etwas über das Wasser.
Angekommen hatten wir erst einmal Probleme das Boot festzumachen, weil um uns herum lauter Felsen waren. Schließlich schafften wir es doch. In unsere Neoprenhosen
hatten wir schon in der Tauchbasis hineingezwängt. Wir zogen jetzt als erstes unsere Jacken an dann die Tarierwesten und den Bleigurt. Dann machten wir unsere
Flaschen fertig und schlossen den Automaten mit dem Finimeter (das ist ein Messgerät das anzeigt, wie viel Luftvorrat, gemessen in bar, man noch hat). Ich habe den
Automaten (man sagt auch Lungenautomat oder Atemregler) nicht richtig angeschlossen und als ich dann das Ventil öffnete, zischte es erst mal gewaltig Luft heraus und
ich habe 50 bar verloren. Das war aber zum Glück das einzige Missgeschick, das mir passierte. Als alles fertig war, gingen wir ins wasser und bekamen die Flaschen auf
den Rücken. Dann zogen wir die Flossen an und setzten die Masken auf nachdem uns Bernd alles erklärt hatte. Unter Wasser sahen wir viele Fische. Ich hätte nie
gedacht, dass das Tauchen so einfach ist. Ich entdeckte einen Seeigel und fand zwei schöne Muschelschalen. Die werde ich meinen Freundinnen mit bringen. Wir
übten den Automaten unter Wasser aus dem Mund zu nehmen und wieder zwischen die Lippen zu stecken. Das ist gar nicht so schwierig wie es sich anhört. Man muss nur
einmal ausatmen und schon ist das Wasser aus dem Automaten entfernt und man kann wieder daraus atmen. Eigentlich genau so, wie beim Schnorcheln, wenn Wasser ins
Schnorchelrohr gekommen ist. Kräftig ausblasen und schon kann man wieder atmen. Als wir wieder auftauchten fing es an zu donnern und der Himmel verfärbte sich
dunkelgrau. Wir beeilten uns schnell nach Hause zu kommen um dem Unwetter zu am entgehen. Als ich daheim ankam brach ein lang ersehnter Regen über uns herein, denn
auf Elba hatte es 7 Monate nicht geregnet. Und ich freu mich jetzt auf den nächsten Tauchgang!
Bis morgen
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