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Metalsub - Leuchten sind in für Taucher in den Niederlanden seit vielen Jahren ein Begriff. Mit AquaLung fand man nun einen
Vertriebspartner für Deutschland, der das Sortiment der leuchtenden Holländer auch hier bekannt macht. Gefälliges Design steht nicht im Sinn der Konstrukteure, dafür
genießen Sie einen guten Ruf als robuste und zuverlässige Lampen. UnterWasserWelt sah sich das jüngste Kind der großen Metalsub – Familie an und nahm die XL 7.2
mit zu Testtauchgängen.
Wenn das Auge mitisst, dann ist es bei der XL 7.2 auf Diät gesetzt. Die kleine Leuchte im Army-Look spricht eher das Offroad –
Kind im Manne an als die Ladies im Neopren, die gefällige Formen im Silbermantel bevorzugen, was auch die Verkaufszahlen der Automobilindustrie bestätigen. Also muss
diese Lampe ganz schön gegen Vorurteile ankämpfen. Auf alle Fälle kann man ihr bescheinigen, dass sie unverwechselbar ist und in ihre Formgebung einiges an Aufwand
gesteckt wurde, den man mit glatten Lampenrohren nicht hat. Funktion geht über Schönheit und so beherrschen Gummiarmierungen das Äußere, am Bügelgriff, am Lampenrohr
und am Gewindering um das Frontglas. Dass diese Gummierung Sinn macht steht völlig außer Zweifel, ein Stoß, ein Fall führt nicht um jeden Preis gleich zum Blackout und
die mit Teflon beschichtete Oberfläche der Lampe bleibt weitgehend verschont von Kratzern oder tiefergehenden Verletzungen, die auf Dauer eine Reaktion mit Salzwasser
begünstigen würde. Praktisch ist die breite Standfläche, die in die Gummiarmierung des Lampenrohrs eingearbeitet ist, so kann man die Leuchte stabilisiert
ablegen. Kühlrippen um den Lampenkopf leiten die Wärme nach außen, was für den Halogenbrenner mit maximal 20 Watt wohl nicht zwingend erforderlich wäre, wohl
aber für das optional zu verwendende LED – Modul mit drei 5 Watt – LED`s, die doch einiges an Abwärme produzieren. Die XL 7.2 ist modular konzipiert, so
können also die Leuchtköpfe getauscht werden und auch der Akku. Das Energiebündel mit 7,2 V Spannung bei 4,5 Ah, die Halogenbrenner werden also mit Überspannung
betrieben und geben so ein etwa 30% helleres Licht, ist aus NiMH – Zellen aufgebaut. Das ist angesichts der Außenladung ohne Belüftung ungewöhnlich, denn diese
Zellen sollen lt. führender Hersteller wie Sanyo nur im belüfteten Zustand geladen werden, weshalb andere Firmen, die Außenladung anbieten, lange an den NiCd –
Zellen festhielten und nach deren generellem Verwendungsverbot in kommerziellen Produkten etwa auf Lithiumzellen wechseln werden. Die Verwendung von NiMH –
Zellen in der XL 7.2 macht daher im Hintergrund eine zusätzliche Elektronik notwendig, die die Zellen intensiv überwacht und ein Überdruckventil an der Rückseite, das
eventuell entstandenes Gas gefahrlos aus dem Inneren der Lampe ableitet. Bedient wird die Lampe mit einem gerasteten Schaltring an der Rückseite. In
abgeschalteter Position ist gleichzeitig die Einschaltsperre aktiv, die man durch Zurückziehen der gefederten Sperrtaste und Aktivierung der Lampe auf die erste
Leuchtstufe entriegelt. Die Dimmung der XL 7.2 lässt drei Helligkeitsstufen zu, was bei voller Leistung 80 Minuten, bei geringster Stufe bis zu 160 Minuten Brenndauer
ermöglicht (20 W Halogen). Ein SOS Modus kann im Bedarfsfall aktiviert werden. Bei Verwendung des LED – Moduls ist eine 25% längere Brenndauer - jedoch
nur bezogen auf die volle Leistungsentnahme bei 15 W – gegeben, so dass für ca. 110 Minuten Licht geliefert wird (Dimmung oder Einzelschaltung der LED`s nicht
möglich). Sieht man auf den Preis des LED – Moduls, der als Zubehör mit etwa € 150,- anzusetzen ist, muss man sich schon genau überlegen, welchen Sinn die
Alternative mit den Leuchtdioden im Einzelfall macht. Über den Ladezustand des Akkus informiert eine mehrfarbige Diode im Lampenboden, bei Grünlicht stehen noch
bis zu 50% zur Verfügung, dann geht es über orange und rot sowie rot blinkend bis zur Abschaltung durch den Tiefentladeschutz. Auch der Akku kann ausgetauscht
werden, wenn die XL 7.2 im raschen Wechsel eingesetzt werden soll. Da sich Elektronikkomponenten, die die Ladung überwachen, in der Leuchte selbst befinden, muss der
Akku aber unter Verwendung der Lampe geladen werden, eine Ladung getrennt von der XL 7.2 ist nicht vorgesehen. Ein leerer Akku wird mit dem mitgelieferten Lader in
etwa 5 Stunden fit gemacht. Optional wird ein Schnelllader angeboten, der die Ladezeit halbiert. Um den Akku austauschen zu können, muss das Lampenrohr abgedreht
werden. Zum Abschrauben des Rohrs wird etwas Kraft abverlangt und es kann sich die Gummiarmierung dabei etwas mitdrehen. Der Akku selbst wird von einem Bajonett in der
Bodengruppe gehalten und durch eine 90° Drehung gelöst. Man muss es an dieser Stelle sagen: Es ist einfach schön anzusehen, wie sauber und aufwändig die Lampe auch
innen verarbeitet ist. Vergoldete Kontakte, der Akku selbst ist in einen Kunststoffcontainer eingearbeitet, das Halogen – Modul wird gefedert in seiner Position
gehalten, was an dieser Stelle nochmals Blackouts durch Stoß oder Fall entgegen wirkt. Noch ein Blick auf den Griffbügel, an dem bereits eine Schlaufe zur Sicherung
der Leuchte am Handgelenk angebracht ist. Eine Gummiauflage verleiht sicheren Halt in der Hand, ein Gumminoppen an der Unterseite des leicht abgewinkelten Endstücks
verhindert das Herausrutschen der Leuchte, hat man sie bei Nichtgebrauch in der Bänderung der Ausrüstung eingehängt.
Praxis
Klein und dennoch
leistungsfähig zeigt sich die XL 7.2 auch im Einsatz. Das „Heavy Duty Auftreten“ der Kleinen zieht die Blicke auf sich. Tatsächlich erfüllt die
Oberflächenbehandlung ja auch strengste US – Militärvorgaben und vielleicht hat man bei Metalsub auch diesen Markt ein wenig im Auge. Die Bedienung beim
Tauchgang ist problemlos, auch dicke Handschuhe hadern nicht mit der Einschaltsperre. Bei voller Leistung bringt die durch Überspannung produzierte Lichtmenge,
unterstützt durch die Lichtbündelung im 10° Spotreflektor, auch bei Tag ihre Wirkung. Dämmerungs- und Nachttauchgänge in ausreichend klaren Gewässern sind mit der XL
7.2 gut zu gestalten. Die Ladezustandsanzeigen lassen sich klar erkennen. Unter Volllast können zwei durchschnittliche Tauchgänge von 50 Minuten beleuchtet werden.
Angenehm ist das Einhängen der Leuchte in die Bänderung, der Gumminoppen wirkt als Stopper, der das unbemerkte Herausrutschen verhindert. Etwas zu lang dauert die
Vollladung, für die der Standardcharger 5 Stunden benötigt. Daher wäre das optionale Schnellladegerät, das die Ladezeit halbiert, zu empfehlen. Dass ein Wechselakku
nur in der Lampe geladen werden kann, minimiert die Vorteile dieses Feature. Brennerwechsel oder Herausnahme des Halogen-Moduls für Flugreisen geht im
Handumdrehen. Die Gummierung an der Leuchte gibt auch im Einsatz ein entspanntes Gefühl, ein Rempler am Felsen bleibt so doch eher folgenlos.
Fazit
Modulares System, aufwändige Be- und Verarbeitung sowie zusätzliche Technik um NiMH-Akkus bei Ladung im geschlossenen Rohr im Zaum zu halten hinterlassen ihre
Spuren beim Preis. Wer auf „Heavy Duty“ steht und seinem Equipment in der Regel einiges abverlangt, findet in der XL 7.2 einen adäquaten Begleiter.
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