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Mein erster Nachttauchgang
Ostern dieses Jahres verbrachten meine Eltern und ich wieder einmal zwei Wochen in unserem
Lieblingsferienort San Miguel/Ibiza, um dort tauchen zu gehen. Mein Vater und ich machten viele schöne Tauchgänge in der Umgebung der Bucht, die in der Vorsaison noch
absolut touristenleer war. Einer davon sollte ein Nachttauchgang werden, weil mein Vater der Meinung war, ich müsse das mal gemacht haben. Zuerst war ich von dieser
Idee nicht sehr begeistert, ich hatte einfach keine besonders große Lust abends, wenn ich eigentlich ausspannen wollte, noch einmal in meinen nassen Tauchanzug zu
schlüpfen und mich in völliger Dunkelheit in die Fluten zu stürzen. Doch natürlich überredete mich mein Vater doch noch dazu und ich merkte, wie sehr ich mich
getäuscht hatte.
Als es an dem „auserwählten Abend“ dunkel geworden war spazierte ich also mit meinen Eltern zur Tauchbasis, für die wir den Schlüssel
bekommen hatten, da wir ja nur in der Bucht tauchen gehen wollten und dazu keinen Tauchlehrer brauchten. Wir zogen uns rasch um und gingen zum Strand herunter, wo sich
gerade ein paar „todesmutige“ Schwimmer in die kalten Fluten wagten. Wir schalteten unsere Lampen ein, tauchten ab und flösselten ein Stück, wobei mein
Vater natürlich schon sofort seine heißgeliebte Kamera einschaltete und die ersten Aufnahmen machte. Plötzlich bemerkte ich, dass ich ein bisschen Luft in mein Jacket
lassen sollte, was mich wunderte, da wir erst auf ca. 3 m tief waren. Trotzdem drückte ich vorsichtig auf den Inflator - Knopf und ließ gleich darauf wieder los. Doch
was passierte jetzt??? Mein Jacket hörte nicht auf, sich mit Luft zu füllen!!! Ich griff wieder zu meinem Inflator und ließ Luft ab, doch ich stieg immer weiter auf,
während meine Weste mit dem mir bekannten zischenden Geräusch immer größer wurde. Ich atmete aus, so tief ich konnte und leuchtete, immer nervöser werdend meinen Vater
an, der sich verwundert umdrehte und dann mit mir auftauchte. An der Wasseroberfläche pumpte sich mein Jacket immer noch weiter auf und der Notablass begann schon die
überschüssige Luft rauszulassen, da meine Weste vollkommen gefüllt war. Ich erklärte meinem Vater kurz, was passiert war und er begann, an meinem Inflator
herumzudoktern, bis das zischende Geräusch endlich verstummte, und meine Weste sich nicht weiter aufpumpte. Der Knopf hatte sich irgendwie verhakt, und dadurch immer
weiter „gepustet“. Ich war noch ziemlich erschrocken, aber wir tauchten wieder ab und nach kurzer Zeit hatte ich mich auch wieder beruhigt. Ich dachte darüber
nach, was gewesen wäre, wenn das ganze in 25, statt 3 m Tiefe passiert wäre, doch dann wurde ich von einem roten Oktopus abgelenkt, den wir entdeckten und den mein
Vater natürlich sofort ausführlich filmte. Ich
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