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Mit dem B.U.D bringt OCEANIC erstmals einen durchdachten Backup – Tauchcomputer auf den Markt. Bislang nahmen erfahrene Taucher
einen älteren Tauchgangrechner, der durch ein neueres Modell ersetzt wurde, als Reserveinstrument mit in die Tiefe. Aufgrund veralteter Rechenmodelle und eventuell
fehlender Nitroxfähigkeit war dies aber nur ein Kompromiss. Der B.U.D ist dagegen ein echter Buddy, der vorhandene Instrumente auch anderer Hersteller 1:1 ergänzt.
Im Look einer sportlichen Taschenuhr mit Karabiner präsentiert sich das Instrument. Die Technik und das LED – Anzeigefeld sind in ein
stoßabsorbierendes Kunststoffgehäuse eingebettet. Zur Personalisierung oder entsprechend dem eigenen Geschmack kann zwischen 4 Farbvarianten gewählt werden. Der B.U.D
könnte an einem D-Ring des Jackets angehängt oder etwa auch in dessen Tasche verstaut werden. Das als nur zwei vieler weiterer Möglichkeiten.
Als Praxistipps seien an dieser Stelle genannt:
Bringen Sie den B.U.D am besten außen an der Ausrüstung an. Somit vergessen Sie das Instrument nicht nach dem Tauchgang in einer Jackettasche. Der B.U.D benötigt
das Spülen mit Süßwasser nach jedem Tauchgang, wie dessen „größeren Brüder“. Nasskontakte und Drucksensor müssen für einwandfreie Funktion sauber bleiben. Der
am Instrument vorbereitete Karabiner ist ein Angebot zur Befestigung. Wir empfehlen den B.U.D mit einem Tool zu verbinden, wie es zur Verlustsicherung dient. So kann
der Rechner im Bedarfsfall bequem abgelesen werden und hängt sicher am User.
Vom technischen Ausfall eines Computers während des Tauchgangs hört man
erfreulicherweise höchst selten. Die Hersteller der Instrumente legen erhebliches Augenmerk auf die einwandfreie Funktion der Geräte und das spiegelt sich in der
Realität wieder. Eher ist die Batterie vor dem Abstieg mal schwach auf der Brust oder das Instrument ging wegen eines defekten Armbands beim Tauchgang verloren. So hat
es tatsächlich eine ganze Weile gedauert, bis sich ein Label wie OCEANIC mit der Frage eines Backup – Tauchcomputers beschäftigte, der den heute gebräuchlichen
Algorythmen gerecht wird. Um das Rechmodell des B.U.D. an das Primärinstrument anzupassen, kann zwischen zwei Varianten gewählt werden. Das Pelagic
DSAT Rechenmodell passt zu Rechnern von Oceanic, Aeris, Sherwood, Genesis und Tusa, Z+ bedient Suunto RGBM, Uwatec Bühlmann ZHL-8, Mares RGNM und Tusa
ZHL-16c. Im Falle eines Falles stehen mit dem B.U.D alle zur sicheren Beendigung des Tauchgans erforderlichen Daten ständig zur Verfügung.
Der Computerbuddy
bietet alle Funktionen und Anzeigen, wie ein Hauptinstrument, abgespeckt wurde nur im Speicherbereich, es gibt kein Logbuch und keine Beleuchtung. Es werden die
Eckdaten von bis zu 12 Tauchgängen im Speicher notiert und nach 24 Stunden ohne Tauchgang auf Null gesetzt. Nitrox wird bis 50% wird berechnet, zudem Tiefen-und
Dekostopps, natürlich auch die obligatorische Verweildauer in 3 Meter Tiefe vor dem Auftauchen. Auf Wunsch kann ein konservativer Rechenmodus eingestellt werden.
Balkendiagramme zeigen grafisch die Stickstoffsättigung und die Aufstiegsgeschwindigkeit an. Nach manueller Aktivierung wird das Höhenniveau bestimmt und
gegebenenfalls ab 916 Meter in den Bergseemodus gewechselt. Bis maximal 4270 Meter Höhe kann der B.U.D. eingesetzt werden, in der Tiefe wird bis 100 Meter gerechnet.
Bei Tauchgängen im Meer genügt die Aktivierung über die Nasskontakte. Ein umfassender Planungsmodus ist ebenfalls verfügbar. Der geringe Stromverbrauch des
Rechners schont die 3V Lithium Knopfzelle, CR2430, die für bis zu 300 Tauchstunden Power liefert.
Praxis
Oceanics B.U.D. ist klein, leicht und
unauffällig am oder im Jacket zu tragen. Die Anzeigen sind klar und gut ablesbar. Trotz Programmierung über nur eine Taste ist das Gerät gut zu bedienen. Eine deutsche
Anleitung ist als PDF – Datei auf der mitgelieferten CD hinterlegt. Gedruckte Dokumentationen sind in englisch verfasst. Es liegt eine auf wasserfester Unterlage
gedruckte Kurzanleitung bei, die allerdings mit äußerst kleinen Schriften gedruckt wurde. Auch ein in das Gerät nicht eingewiesener Tauchgangbegleiter hat mit der
Interpretation der Daten im Notfall keine Probleme. Das robuste Kunststoffgehäuse kann einiges ab und die mitgelieferte Kratzschutzfolie fürs Display schützt
zuverlässig.
Fazit
Der unverbindliche Verkaufspreis von € 165,- ebnet den Weg des B.U.D. in viele Tauchausrüstungen. Diese Investition in
ein modernes Backup – Gerät zahlt sich aus, zumal sich während der Tauchgänge öfters schon ein Armbandmodell auf den Weg in unerreichbare Tiefe machte. Wer auf
Features wie Logbuch, PC-Interface oder Beleuchtung verzichten kann, setzt den B.U.D. als Primärinstrument ein. Kostengünstiger geht’s nicht.
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