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Einstieg leicht gemacht, so könnte man das Abtauchen mit dem digitalen Fotowinzling Olympus C-50ZOOM nennen. Kleiner und mit so wenig Gewicht am Handgelenk
geht’s zurzeit wohl kaum um über Wasser und in Neptuns Reich Fotos mit 5 Millionen Pixel auf den Chip zu speichern oder kleine Quicktime Videos zu drehen, die
als Urlaubs - eMail verschickt zuhause die Empfänger richtig neidisch werden lassen. UnterWasserWelt hat sich das kleine System aus der Nähe angesehen.
Olympus hat bereits früh erkannt, dass der Einsatz von digitalen Fotokameras gerade unter Wasser eine Reihe von Vorteilen bietet wie drastische Kostensenkung beim
Filmmaterial und sofortige Erfolgskontrolle. Wer mit analogen Kameras abtaucht muss immer einige Zeit warten, bis der entwickelte Film endlich zur Verfügung steht um
dann festzustellen, dass in der Regel kaum die Hälfte der Abzüge oder Dias brauchbar ist. Solche Erfahrungen kosten Geld und lassen den davon geschockten Einsteiger
immer seltener auf den Auslöser drücken. Über diesen Geiz können digitale Fotografen nur lächeln, denn der Chip, der den Film ersetzt, kostet nur einmal Geld und das,
je nach Speichervolumen, kaum mehr als drei bis sieben Kleinbild - Negativfilme inklusive Entwicklung und je 36 Abzügen im Format 9x13 cm. Und wer hier noch kontert,
dass man einen Computer oder ein Laptop besitzen muss, um die digitalen Fotos abzuspeichern, der hat nur begrenzt Recht, gibt es mittlerweile auch externe
Speichermedien, die die Bilder vom Kamerachip aufsaugen und für weitere Verwendung bereit halten. Online oder im Fotogeschäft können mittlerweile Vergrößerungen auf
Fotopapier bestellt werden, die in ihrer Qualität von analog aufgenommenen Bildern nicht unterschieden werden können und das zu einem Preis, der dem analog
produzierter Fotos gleich ist. Bereits seit 1998 arbeitet UnterWasserWelt mit einer Olympus C-900 Zoom im UW – Gehäuse PT004 und kann so auf eine lange
kompetente Erfahrung zurückblicken, was die Möglichkeiten der digitalen Fotokameras im Unterwassereinsatz betrifft. Selbst heute noch befindet sich dieses System im
Einsatz und liefert für Online – Veröffentlichungen wichtiges Bildmaterial.
Das UW – Gehäuse PT 014
Gleich
einführend kann man sagen, dass sämtliche Funktionen der C-50ZOOM, wie traditionell bei den Olympus UW - Gehäusen, auch im Unterwassereinsatz bedient werden
können. Ob man es benötigt, sei dahingestellt, aber in Situationen, in denen die Kamera wegen Regen, Schnee oder Einsatz am Strand (Sand !!) sicher verpackt wird,
schätzt man diese Möglichkeiten sehr. Das PT014 ist aus transparentem Polycarbonat gefertigt und kann bis in 40 Meter Tauchtiefe eingesetzt werden. Das ist mehr
als genug für die meisten Tauchgebiete rund um die Welt, wir haben das mit einem ähnlichen Modell ja bereits seit 1998 bewiesen. Ganze 11 Durchführungen sind in
das Gehäuse eingelassen. Ein dicker, rot gefärbter O-Ring ist im Rückdeckel in einer Nut eingesetzt und kann mit einem mitgelieferten Tool beschädigungsfrei entnommen
werden. Zwei kleine Spannverschlüsse aus Metall halten die Gehäusehälften zusammen, ein kleiner Imbusschlüssel gehört zum mitgelieferten Zubehör, der das Öffnen
der Verschlüsse erleichtert, hat man mit seinen Fingern damit Probleme. Die Verschlüsse sind durch eine rote Kunststoffblende geschützt, so dass es an dieser Stelle
kaum zu einem unbeabsichtigten Öffnen kommen kann. Auch die rechte Gehäuseseite verstärkt zusätzlich eine aufgesetzte Blende, die der rechten Hand sicheren Halt
ermöglicht, der Daumen ruht in einer Vertriefung im Rückdeckel. Der Monitoreinblick ist durch eine aufgesteckte Gummihülse gegen seitlichen Lichteinfall
abgeschattet, der mit einem Bändchen am Gehäuse gegen Verlust gesichert ist. Im Gehäuseinneren werden alle Berührungspunkte zwischen Kamera und Gehäuse mit
Gummiblenden geschützt. In der Position des eingebauten Blitzgeräts ist eine Streuscheibe montiert, die in erster Linie für Aufnahmen im Nahbereich die
Blitzleistung reduzieren soll, denn bei Blende 8 ist Schluss bei der Kameraeinstellung und das ist zu wenig um Überbelichtungen zu verhindern. Am Objektivtubus ist
ein rot eloxierter Metallring eingelassen, der die Bestückung des Gehäuses mit einem Weitwinkelkonverter erlaubt. Da das Objektiv hinter einer Planscheibe sitzt,
verlängert sich die Brennweite um 1/3, was – verglichen zu Brennweiten analoger Kleinbildkameras – zu einer UW –Brennweite von etwa 50 mm führt,
zu lang also um die Vielzahl der Motive einzufangen, außer man hat den Nahbereich zum erklärten Ziel erkoren. Doch hier kann der Anbieter Pro Sub mit der EPOQUE UW
– Weitwinkellinse weiterhelfen, der die Brennweite nahezu halbiert und so echte Weitwinkelaufnahmen mit der C-50ZOOM möglich macht. (Link: www.prosub.de und weiter auf das Bildsymbol Pro Sub Kameras). Das Einsetzen der Kamera ist denkbar
einfach, lediglich den Schieber vor dem Objektiv öffnen, Kamera ins Gehäuse einschieben, einen Silikagelbeutel (mitgeliefert) unter der Kamera platzieren (Vorsicht,
dass hier nichts im Dichtungsbereich eingeklemmt wird!!), Rückdeckel schließen, fertig. Bei Kunststoffgehäusen empfiehlt es sich stets Silikagel mit ins Gehäuse zu
geben, damit durch abkühlende feuchte Luft keine Beschlag entsteht. Die Kamera ist, je nach persönlich eingestellter Standby – Zeit, aufnahmebereit
(Auslieferungszustand 60 Sekunden), danach kann sie mit Druck auf eine Taste am Gehäuse wieder aktiviert werden. Je nach Einsatzart kann man noch ein
mitgeliefertes Ausgleichsblei am Stativgewinde des Gehäuse anschrauben. Das in einem roten Kunststoffmantel eingegossene Bleistückchen wiegt 52 Gramm und gleicht den
sonst spürbaren Auftrieb aus. Mit der am Gehäuse angebrachte Handschlaufe sichert man das System. Eine mögliche sinnvolle Erweiterung des Systems ist das UW – Digital – Fotolicht von MB SUB, das als Lichtquelle für die Beleuchtung der
Motive im näheren Bereich und zugleich als Lichtquelle für einen Nachttauchgang dient.
Einsatz
Unkompliziert wie der Zusammenbau ist auch der
Einsatz des Systems. Unauffällig begleitet die C-50ZOOM im PT014 den Tauchgang. Für die Handschlaufe wünscht man sich allerdings auch einen verschiebbaren Knebel um
das System besser gegen Verlust zu schützen. Für Tauchgänge mit Gerät sollte also ein zusätzliches Sicherungstool vom Anwender abgebracht werden. Die Bedienung der
Tasten und des Einstellrädchens gelingt auch mit 5-Finger Handschuhen gut, richtig dicke Fäustlinge dürften sich hier aber schwer tun, doch ist nicht zu erwarten, dass
die extremen Kaltwassertaucher zum engsten Kundenkreis zu zählen wären. Bei guten Sichtweiten gelingen Blitzaufnahmen sichtbar ohne störend angeleuchtetes
Plankton, dies ist ja stets ein Problem bei Kameras mit integriertem Blitz nahe dem Objektiv. Die Streuscheibe vor dem Blitz mildert zudem das harte Anstrahlen
des Planktons. Die Blitzladezeit von maximal 5 Sekunden ist bei Aufnahmen im HQ – Modus hinnehmbar, einerseits benötigt die Kamera etwas Zeit die Bilddaten
abzuspeichern, andererseits richtet man sich auf ein folgendes Motiv und der Autofocus möchte schließlich auch sicher scharf stellen. Sind ihm die Bildkontraste zu
schwach, kann er aber schon einmal daneben liegen, was man bei der Bildkontrolle am Monitor nicht zwingend bemerkt. Die Auslöseverzögerung, stets ein Thema in der
digitalen Fotografie, ist erfreulich kurz, hat man mittels Druckpunktnahme den Autofocus bereits die Schärfe nehmen lassen. Dann wird nahezu unmittelbar nach dem
Durchdrücken des Auslöser belichtet. Möchte man spontan auf ein Motiv reagieren, dann sucht der Autofocus schnellstmöglich eine für ihn akzeptable Schärfe und gibt
dann erst die Belichtung frei. Das kann durchaus zu einer spürbaren Verzögerung führen. Schwierig ist die Motivbeurteilung am Display – beim UW-Einsatz ist
die Benutzung des optischen Suchers nicht vorgesehen - bei hellem Umgebungslicht (Sonneneinstrahlung nahe der Wasseroberfläche, Licht von hinten einfallend). Die
Allgemeinhelligkeit liegt dann deutlich über der Helligkeit des Monitors, das Auge des Fotografen ist aber auf das Umgebungslicht adaptiert, so dass das Monitorbild
nur eingeschränkt interpretierbar ist. Das bessert sich in einigen Metern Tiefe deutlich und betrifft so in erster Linie fotografische Aktivitäten von Schnorchlern.
Doch von dieser Thematik sind alle digital fotografierenden und filmenden Taucher berührt, da hilft nur den Monitor mit der Hand noch weiter abschatten, als es die
aufgesteckte Blende ohnehin schon tut und konzentriert das Bild beobachten. Die Pflege des Gehäuses nach dem Tauchgang ist gewohnt einfach, gründlich in
Süßwasser spülen, O-Ring Kontrolle und abtrocknen. Mehr kann, mehr muss man nicht tun.
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