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Übersichtlichere Programmwählscheibe
War die Auswahl der Funktionen aufgrund der überladenen Programmwählscheibe bei den Vorgängermodellen im
Unterwassergehäuse noch etwas problematisch so punktet die C 7070 mit einer neuen übersichtlicheren Wählscheibe. Auf der Programmwählscheibe der C 5060
befinden sich immerhin 12 Symbole, dies wurde auf 8 Pictogramme reduziert.
Zur Auswahl stehen bei der Camedia 7070 nun folgende Programmmodi
P
= Programmaufnahme (Blende und Verschlusszeit werden automatisch festgelegt) A
= Aufnahmen mit vorrangigem Blendenwert (Blende kann vom Fotografen manuell verändert werden um Tiefenschärfebereiche zu erhöhen bzw. zu verringern, jetzt sogar bis Blende 11 Belichtung wird automatisch von der Kamera angepasst)
Dies kann jetzt bis Blende 11 erfolgen (C 5060 maximal Blende 8) S
= Aufnahme mit vorrangiger Verschlusszeit (Belichtungszeit kann vom Benutzer manuell festgelegt werden um Objekte in Bewegung ohne Bewegungsunschärfen abzubilden, Blende wird automatisch durch die Kamera angepasst.
M = Manuelle Aufnahme bei der sowohl Blende als auch Belichtungszeit manuell festgelegt werden können.
MY My Modus, hier stehen 4 My-
Modus zur Verfügung von denen jedoch nur 3 verändert werden können. Dort können bewährte Einstellungen hinterlegt und gespeichert werden.
Kamerasymbol =
Videoaufzeichnung, In verschiedenen Qualitätsstufen lassen sich Videoaufnahmen im Apple Quicktimeformat aufzeichnen. NEU
ist hier die Möglichkeit im SHQ Format Videos mit 30 Frames pro Sekunde statt wie beim Vorläufermodell nur 15 Frames pro Sekunde aufzuzeichnen. Die Videos erscheinen dadurch wesentlich „flüssiger“.
Leider ist die Zeit im SHQ Videomodus auf 20 Sec pro Videoclip beschränkt.
SCENE = Hier öffnet sich ein Untermenü. Wird die
Programmwählscheibe auf „Scene“ gestellt so eröffnen sich 7 Programmmodi bei denen jeweils fest programmierte Parameter das Fotografieren zum Kinderspiel werden
lassen.
Portrait = ideal geeignet um Gesichter vor unscharfem Hintergrund abzubilden, bei Gegenlicht nicht vergessen den Blitz zu aktivieren.
Sport = kurze Verschlusszeiten lassen Personen und Objekte in Bewegung geradezu „einfrieren“ , genau richtig für Sportveranstaltungen
Land/ Portrait
= soll es ein Bild mit Personen vor einer schönen Landschaftskulisse sein ? Dann ist dies die richtige Programmeinstellung.
Landschaft = Blau- und
Grüntöne werden betonter dargestellt, daher ist dies die richtige Einstellung für Landschaftsaufnahmen
Nacht = lange Belichtungszeiten ermöglichen
Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung. Um Verwacklungen zu vermeiden, sollte in jedem Fall ein Stativ verwendet werden.
2 Spezielle Unterwassermodi
Nach diesen 5 Standarteinstellungen über die bereits die C 5060 verfügte verstecken sich im Menü der C 7070 noch zwei ausgesprochene Leckerbissen für
ambitionierte Unterwasserfotografen. Da immer mehr Digitalkameras im Unterwassergehäuse verwendet werden, hat dem der innovative Marktführer Olympus durch ein
breites Sortiment an Gehäusen und Zubehör Rechnung getragen. So war es nicht weiter überraschend dass sich jemand im Olympus Entwicklungslabor Gedanken über die
notwendigen Kameraeinstellungen gemacht hat, die für die meisten Unterwasseraufnahmen notwendig sind.
2 Menüpunkte für Unterwasserfotografen
Herausgekommen sind dabei zwei lneue Menüpunkte die sich „Unterwasser Reichweite“ und „Unterwasser Makro“ nennen. Kostbare Tauchzeit wird nicht mehr mit
„rotieren“ im Menü verschwendet, blitzschnell kann, egal aus welchen Einstellungen heraus, auf besondere Situationen reagiert werden.
„Unterwasser Reichweite“
(unglücklich aus dem englischen „Wide“ für Weitwinkel eingedeutscht) dient zum Abbilden von Unterwasserlandschaften und Fischschwärmen.
Dieser
Menüpunkt ermöglicht es dem Fotografen quasi auf Tastendruck Motive mit schönem blauem Hintergrund ablichten zu können, ohne erst umständlich die passenden
Einstellungen im Menü suchen zu müssen. Dazu werden automatisch die folgenden Kamera Funktionen aktiviert: Das Objektiv fährt auf kürzeste Brennweite
zurück um einen möglichst großen Bildwinkel abbilden zu können. Kamera Fokus schaltet in den AF Modus Weißabgleich wird auf Tageslicht sonnig gesetzt und
der Blitz wird zugeschaltet
Ergebnis: Mit ein wenig Gefühl für die Distanz zum Objekt (der Vordergrund wird als Farbakzent angeblitzt) lassen sich recht gute
Ergebnisse erzielen. Die Blautöne werden tatsächlich etwas mehr betont dargestellt, daher eignet sich dieser Modus sehr gut zum Abbilden von Fischschwärmen oder
Unterwasserlandschaften vor blauem Hintergrund
„Unterwasser Makro“
Wird dieser Modus aktiviert geschieht folgendes:
Kamera schaltet in den Makromodus Der Blitz wird zugeschaltet Zoom fährt aus um „Kleinzeug“ möglichst formatfüllend ablichten zu können
Weißabgleich wird automatisch auf Tageslicht sonnig gesetzt.
Ergebnis: Auch hier haben sich die Olympus Entwickler wie beim vorherigen Menupunkt richtig ins
Zeug gelegt. Gerade eben noch den Rotfeuerfisch auf der Koralle fotografiert und eine schöne Nacktschnecke daneben entdeckt? Kein Problem, die Kameraeinstellungen
im Unterwasser - Makromodus ermöglicht alles - von der Nacktschnecke bis zum Spiralröhrenwurm - farbig und formatfüllend in Szene zu setzen.
Selbstverständlich bieten diese beiden Olympus Kameras dem Fotografen jede künstlerische Freiheit bei den manuellen Einstellmöglichkeiten. Ob es um manuelles
Fokussieren, Einstellen der Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich, Scharfstellmodus, Auswahl des scharfzustellenden Bildausschnitts oder anderen Dingen geht, die C
7070 lässt keine Wünsche offen.
Auslöseverzögerung
Auch hier hat Olympus in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Während bei
den ersten Digitalmodellen bewegliche Objekte wie Fische lang über alle Berge waren bevor die Aufnahme im „Kasten„ war, können mit den modernen reaktionsschnellen
Camedia Modellen Aufnahmen gemacht werden die bis vor ein paar Jahren noch undenkbar waren. Natürlich kommt es in der Unterwasserfotografie immer wieder zu
„Grenzfällen“ die auch modernste (und wesentlich teurere) Spiegelreflexkameras nicht ohne manuelles Eingreifen meistern können. Im Preissegment, in dem
sich die C 7070 bewegt, gehört sie für mich absolut zum Besten.
Weissabgleich WB
Der Weißabgleich – WB - kann bei der C 7070 nun individuell in jedem gewählten Modus manuell verändert werden, für den Taucher
bedeutet dies, dass das umständliche Navigieren zur Veränderung des Weißabgleiches wesentlich vereinfacht wurde. Abhängig von Tiefe, Sichtweite und Beleuchtung
lassen sich stufenweise Blau und/oder Rottöne verstärken um die natürlichen Farben besser zur Geltung zu bringen zu.
Focus
Neu hinzugekommen zu
den verschiedenen Scharfstellungsmodi, über die bereits die Vorgängermodelle verfügten (Autofokus, Makromodus, Manuell Fokus, Super Makromodus und Super Makromodus
Manuell), ist der Orakel Autofokus, der das Fokussieren von sich nähernden oder entfernenden Objekten erleichtert.
Nahaufnahmen/ Makroaufnahmen mit Blitz
Für die Unterwasserfotografie ist sowohl der Makromodus (Aufnahmedistanz 20 cm) als auch der Super Makromodus (Aufnahmedistanz 3 cm) interessant. Ersterer
ermöglicht zusammen mit dem eingebauten Blitz sehr gute Bilder von Objekten an die man Nahe heran kann. Beim Super Makromodus ist aufgrund der geringen
Aufnahmedistanz der interne Blitz deaktiviert, Farbe kann hier nur durch einen über Blitzkabel angeschlossenen externen Blitz (Olympus Blitz FL-20 im Gehäuse
PFL 01) oder spezielle Beleuchtungen für Digitalkameras (z.B. MB Sub Digital Fotolicht) ins Bild gebracht werden.
Der Olympus Blitz FL-20 bildet mit der Olympus C 7070 zusammen mein „Dream-Team“ für Nah- und Makroaufnahmen.
Blitz für Weitwinkelaufnahmen
Für Weitwinkelaufnahmen benötigt man allerdings etwas mehr Power, da ist der Olympus FL 20 eindeutig zu schwach auf der Brust. Wünschenswert wäre hier ein
Blitzgehäuse für den in Profikreisen so hochgelobten Olympus FL-50, der weder von Olympus noch von Angeboten des Marktes zurzeit tauchtauglich gemacht werden kann.
Wer wie ich noch aus den Tagen der analogen Fotografie einen Nikon oder Sea & Sea Blitz herumliegen hat, kann diesen selbstverständlich auch für die digitale
Kamera verwenden. Entweder als Sklavenblitz, über fiberoptisches Kabel oder den direkten Anschluss an die Blitzbuchse der Olympusgehäuse, die über eine solchen
verfügen. Hier bevorzuge ich einen Sea & Sea Blitz YS 90 TTL, der über ein Blitzkabel (erhältlich bei www.mike-dive.de) direkt an der Blitzbuchse des Gehäuses
PT 27 angeschlossen wird und eine echte TTL Steuerung ermöglicht.
„Der“ Favorit für Nachttauchgänge ist das MB Sub Digital Fotolicht da das
umständliche hantieren mit der Kamera und einer zusätzlichen Lampe aufgrund des gut durchdachten Konzeptes entfällt.
Zubehör
Eine Menge Zubehör
ist erhältlich für den Gebrauch über und unter Wasser. Verschiedene Spezialblitze für Makroaufnahmen, Filtervorsätze (Polarisation, UV und Schmutzfilter), ein
Netzteil, eine Ledertasche die bei der C 5060 noch zum Lieferumfang gehörte nun aber leider eingespart wurde, verschiedene XD Speicherkarten mit USB Lesegeräten,
Weitwinkelvorsatz WCON-07, Televorsatz TCON 07 und vieles mehr
Für den Taucher, Schnorchler und alle anderen, die ihre Kamera vor Witterungseinflüssen schützen
möchten sind die Unterwassergehäuse auch von besonderem Interesse. Es gibt sie sowohl für die Kamera selbst (PT-027) als auch für den Weitwinkelvorsatz
WCON-07 (PPO-02) und den externen Blitz FL-20 (PFL-01)
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