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Gedanken zu den Arbeiten von Ali Cifci
Nach Jahrhunderten religiöser Verherrlichung und Verehrung der Fürsten und Könige durch die Malerei setzte die Befreiung der Künste ein. Alltagsszenen hielten Einzug in die
Gemälde, es folgte die Romantik, der Impressionismus der Expressionismus, die Abstraktion und Dada bis hin zur Vielfalt der heutigen Stilrichtungen.
Was bleibt da einem
Künstler noch zu sagen oder zu tun?
Einiges, denn die Werkzeuge, die der Mensch zur Verfügung hat, werden sich immer wieder weiterentwickeln und dadurch neue
Ausdrucksmöglichkeiten bieten, auch wenn die Themen bleiben: Das menschliche Dasein und dessen Sinn. War es in der Romantik des Caspar David Friedrich noch die kleine
Menschenfigur, welche dem grenzenlosen Sternenhimmel andächtig gegenüberstand, so haben sich die Gesichtspunkte heutzutage erweitert.
Wir sind dabei, das Universum zu
erobern und vor diesem Hintergrund sollte man die Arbeiten von Ali Cifci auch betrachten. Der Blickpunkt geht heraus aus unserer gewohnten Umgebung zu einer extraterrestrischen
Sicht. Der Mensch steht nicht mehr im Vordergrund der Betrachtung. Wichtiger sind Verhaltensweisen und ungewöhnliche Gesichtspunkte. Das Universum, welches wir hier erleben, ist
phantastisch, spielerisch und spiegelt eine humorvolle Betrachtungsweise wider.
Der türkische Künstler Ali Cifci, Jahrgang 55, lebt seit 34 Jahren in Deutschland und geht
in der zeitgenössischen Kunst einen eigenwilligen Weg. Entgegen dem allgemeinen Trend der Abstraktion kreiert er realistische Gemälde mit viel "Space".
"Brennende Träume" oder "Wer will schon einen Kuß" - seine Bilder erzählen dem Betrachter eine Geschichte. Niemals ernst oder verbissen, sondern mit einem
kleinen Seitenhieb wie bei "Die doppelte Staatsbürgerschaft", wo einem großen Fisch ein "Licht aufgeht": Was ist nun besser, die eine oder die andere
Staatsbürgerschaft - oder beide - oder keine?
Cifcis Thema ist auf der einen Seite die grenzenlose Freiheit des Universums, und auf der anderen Seite die teilweise
kleinkarierte Sichtweise, die uns immer wieder im Alltag begegnet. Diese kleinen Episoden greift er auf und transformiert sie in seine surrealistischen Fischwelten.
Außergewöhnliche Gemälde entstehen, voller Emotionen und Lebensfreude. Seine Wurzeln liegen in den ästhetischen Welten der Pop und Comic-Art. Beide verschmelzen zu einem
eigenen Stil, der Space Art genannt wird. Website von Ali Cifci
www.space-art.de
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