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by Herbert Frei 1.03
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Makromeister Subtronic alpha pro macro
Auch in der UW-Fotografie nimmt die Spezialisierung zu. Seit geraumer Zeit gibt es von
Subtronic einen speziellen Makroblitz. Herbert Frei hat untersucht, ob sich der Spezialist bezahlt macht.
Man mag es kaum glauben, aber die großflächige
Ausleuchtung ist anscheinend doch nicht alles. Nachdem jahrelang der Run auf immer größere Ausleuchtwinkel die Fotoszene durcheinanderwirbelte und die
Blitzgerätehersteller zum Teil in arge Bedrängnis brachte, scheint sich der Trend umzukehren. Subtronic verzeichnet immer mehr Kunden, die gewaltige Power auf engem
Raum wünschen, sprich einen kleineren Ausleuchtwinkel und dafür mehr Lichtleistung. Denn Makrofotografen wollen zusehends auch mit ISO 50/18° und Blende 32
fotografieren. Mit einem amphibischen Blitzgerät, dessen Ausleuchtwinkel 90° beträgt, verpufft bei einer Makroaufnahme mit einem 100-mm-Makroobjektiv ein Großteil
der abgeblitzten Lichtenergie völlig nutzlos, weil dessen Bildwinkel nur 24° misst. Hinter dem Planglas des Makroports sind es dann noch kümmerliche 19°. So gehen
geschätzt mehr als vier Blenden verloren, die man nicht nutzen kann, weil das Makroobjektiv nur einen kleinen Ausschnitt aus dem gesamten Ausleuchtwinkel zur
gleichmäßigen Formatausleuchtung benötigt. Man kann aber aus praktischen Erwägungen keinen Amphibienblitz mit nur 20° Ausleuchtung bauen. Er müsste mit einer
Zieleinrichtung versehen sein, damit man das Motiv auch richtig anpeilen kann. Das ist die eigentliche Crux. Der Ausleuchtwinkel muss noch so groß sein, dass man sich
beim Ausrichten des Blitzgerätes auch etwas verschätzen kann, ohne dass es gleich zu gravierenden Dunkelfeldern auf den Bildern kommt. Subtronic hat sich deshalb
entschlossen, den Bildwinkel des „alpha pro macro“ nur auf 70° zu reduzieren. Erreicht wurde dies unter anderem auch mit der Montage einer
Planglasscheibe.
Mordskerl
Das Blitzgerät wiegt exakt 2,1 Kg, sein Abtrieb im Wasser beträgt
ca. 150 g, also eine erträgliche Sache. Der „alpha pro macro“ ist leistungsmäßig beileibe kein schmächtiger Wicht. Hinter der silbrigen Aluminiumrohr verbirgt
sich ein kleiner Herkules mit 200 Ws Energie. Die UW - Leitzahl (Lichtweg 2 m) beträgt potente 19. Damit lässt sich was anfangen. Beeindruckend ist ebenso die
Blitzfolgezeit bei Volllast mit nur 1,5 s. Im Praxistest konnte man mit ISO 100/21° und Blende 22 im Makrobereich kurzfristig sogar zwei Bilder pro Sekunde
TTL-blitzen. Nie hatten wir das Gefühl, dass der Blitz an seiner Leistungsgrenze angelangt war. Der von uns getestete Subtronic-Blitz war nach unseren Vorgaben mit
den TTL-Blitzsteuerungen für Canon Minolta, Nikon und Pentax versehen. Mit dem Einschalten der Kamera erkennt der „alpha pro macro“ selbsttätig, welcher
Kameratyp angeschlossen ist. Die unterschiedlichen TTL-Steuerungen haben mit den diversen Kameras korrekt funktioniert. Ein enormer Fortschritt für UW-Fotografen
mit zwei Kamerasystemen (z. B. Canon und Nikonos V), die sich nicht mehr um das richtige Umstöpseln der Kabel bez. Umschalten am Blitzgerät kümmern müssen. Ausnahme
Minolta Dynax. Dieses System kann nur über eine eigene Blitzbuchse gesteuert werden. Der 3 Ah-Akku besitzt eine Kapazität von 200 Zündungen mit voller Leistung. Das
entspricht der Belichtung von mehr als fünf Kleinbildfilmen a` 36 Bilder. Geht man davon aus, dass im TTL-Betrieb nur selten die volle Leistung abgerufen wird, kann
man in der Praxis mit 6 bis 7 blitzbelichteten Filmen pro Ladung rechen. Ein sehr guter Wert, der es überflüssig macht, dass man das Blitzgerät nach jedem Tauchgang an
die Steckdose hängt. Gut ist das ohnehin nicht, weil sich dadurch die Lebensdauer der Akkus aufgrund des Memoryeffekts reduziert. Wer pro Tauchtag mit dem
Subtronic „alpha pro macro“ drei Filme blitzt, kann mit dem Aufladen bis zum Abend oder auch bis zum nächsten Tag warten. Das prozessorgesteuerte
Schnellladegerät mit Pulsladung und automatischer Abschaltung füllt den leeren Akku in sagenhaft kurzen zwei Stunden wieder randvoll auf. Angezeigt wird der
Ladezustand durch zwei Dioden auf der Schalttafel. Wie bei Subtronic üblich ist das Ladekabel abnehmbar. Auf Wunsch wird der Blitz - auch wenn er nur mit einer
TTL-Blitzsteuerung ausgestattet ist - mit zwei Blitzsteckdosen geliefert. Dieses Accessoire sollten Sie unbedingt ordern. Beim Ausfall einer Buchse kann man
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noch ausweichen und beim gleichzeitigen Betreiben von zwei Subtronic - Blitzgeräten (Tandemblitzen) genügt es, ein Synchronkabel als Verbindung zwischen
den beiden Blitzgeräten zu montieren, damit beide gleichzeitig zünden. Man spart sich dann den Kabelverteiler.
Besonderheiten
Makroblitzgeräte sollten keine
übermäßig hohe Farbtemperatur aufweisen, damit die Makroaufnahmen nicht süßlich wirken. Subtronic hat sich deshalb für eine mittlere Farbtemperatur von 5200 K entschieden. Die
Blitzröhren fallen aber selbst im selektierten Zustand mal 100 K höher oder 100 K weniger aus, was aber nicht ins Gewicht fällt, denn 200 K Unterschied kann man auf Bildern nicht
sehen. Normalerweise liegt die Farbtemperatur bei Amphibienblitzgeräten in der Gegend von 4500 K. Mit seinen 5200 K eignet sich der „alpha pro maco“ deshalb im
wesentlichen nur für Nah- und Makroaufnahmen. Weitwinkelaufnahmen, Modelfotografie oder gar Aktfotos sollten auf Notfälle beschränkt werden. Vom engen Bildwinkel bei
Weitwinkelaufnahmen einmal abgesehen, kommt die menschliche Haut ab einem Lichtweg von 2 m ziemlich blass auf den Bildern, wie wir in unseren Versuchen feststellen konnten.
Rotanteile sind dann kaum noch vorhanden. Umso besser wird es im Nahbereich. Alle Nah- und Makroaufnahmen leuchten in sehr natürlichen Farben, nichts wirkt farblich überzogen
oder kitschig-bunt. Damit eignet sich der Subtronic „alpha pro macro“ bestens für die Darstellung von wissenschaftlichen Bestimmungsaufnahmen, farblich neutralen
Makrobildern und brillanten Detailstudien. In dieser Hinsicht ist er auf dem amphibischen Sektor ohne große Konkurrenz. Auch hinsichtlich seiner technischen Potenz. Eine
weitere Annehmlichkeit ist die zweistufige Pilotlampe (7 W und 0 W), die nicht nur Kapazität sparen hilft, sondern auch beim nächtlichen Anpeilen lichtscheuer Tiere mit der
lichtschwächeren 7 W-Schaltung gute Dienste leistet. Bei 10 W brennt das Pilotlicht ausreichende 90 min, mit 7 W sogar 115 min, also fast zwei Stunden. Im Notfall kann man die
Pilotlampe selbst wechseln, denn der vordere Abschlussreif des Blitzgerätes ist abnehmbar. Man sollte aber, weil dieser sehr straff sitzt, einen Ölfilterschlüssel besitzen (gibt
es im KFZ-Fachhandel), sonst bricht man sich das Handgelenk. Oder man ist von Beruf Catcher und besitzt Hände wie Kohlenschaufeln. Auf der Schalttafel wird das Leuchten des
Brenners mittels einer gelben Diode angezeigt, damit man auch von hinten sieht, falls das Licht am Tage mal versehentlich eingeschaltet wurde. Die gelbe Diode hat aber noch eine
andere Funktion. Zusammen mit der Blitzbereitschaftsanzeige (ebenfalls gelb) wird die Schalttafel nachts so hell beleuchtet, dass man alle Einstellungen hervorragend erkennen
kann. Damit ist der Subtronic „alpha pro macro“ eines der wenigen Blitzgeräte am Markt, die auch bei absoluter Dunkelheit irrtumsfrei zu bedienen sind. Im Prinzip eine
Selbstverständlichkeit, die aber bei vielen Blitzgeräten leider gar nicht selbstverständlich ist. Ferner verfügt der Amphibienblitz über eine SOS-Schaltung, die pro Minute 15
Signalblitze abgibt, bei vollen Akkus 7 h lang. Ein Sicherheitsmerkmal, falls man im Meer abgetrieben worden ist. Mehr zum Vergnügen dient der Sklavenblitzbetrieb. Die Messzelle
ist hochempfindlich und löst bei entsprechender Transparenz sicher auf 15 m unter Wasser aus. Es stehen sieben Sklavenblitzstufen zur Verfügung, von 1/1 bis 1/64. Da freut sich
der Tauchpartner mit eigener Kamera. Sorgenfrei lässt es sich mit dem neuen elektronischen Ladegerät mit automatischer Spannungsanpassung leben. Man steckt es weltweit in
irgendeine Steckdose, deren Spannung zwischen 100 V und 240 V liegt. Den Rest erledigt die Automatik. Mit einem speziellen 12 V-Autobatterieladekabel kann man den Blitz auch über
den Zigarettenanzünder im Auto aufladen.
Fazit
Mit dem „alpha pro macro“ stellt Subtronic mehr als eine Alternative in der Nah-und Makrofotografie vor.
Es ist fast schon ein eigenes Konzept, das sicher seine Nachahmer finden wird. UW-Fotografen mit dem Hang zur Spezialisierung im Makrobereich finden in diesem Blitz einen
verlässlichen Partner mit genau den speziellen Merkmalen, die man in der Makrofotografie benötigt und die es in dieser Verpackung bislang nirgendwo gab.
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FAKTEN
Blitztyp: amphibisches Blitzgerät Typ „alpha pro macro“ Farbe: Rot oder Silber Energie: 200 Ws
UW-Leitzahl: 19 Blitzfolgezeit: 1,5 s Kapazität: 200 Blitze bei Volllast Farbtemperatur: 5200 K Ausleuchtwinkel: 70°
Pilotlampe: umschaltbar von 10 W auf 7 W Brenndauer der Pilotlampe: 90 min bei 10 W; 115 bei 7 W
TTL: analoge Kameras von Canon, 2Minolta, Nikon, Pentax (andere auf Anfrage) Digitale Blitzfähigkeit: Über Computermesszelle und manuell mit Kompakt- und
Spiegelreflexkameras von Canon, Minolta, Nikon und Pentax; keine TTL mit digitalen Spiegelreflexkameras (hier ausschließlich manuell) Laststufen: von 1/1 bis 1/64
Sklavenblitz: 7 Stufen Messzellenempfindlichkeit: ca. 15 m in klarem Wasser SOS-Signal: 15 Blitze pro Minute Betriebsdauer SOS: 7 Stunden
Stromquelle: 6 NC-Akkus mit 7,2 V und 3 Ah Tiefentladeschutz: ja Ladezeit: 2 Stunden bei leeren Akkus Automatische Abschaltung: ja Laden über Autobatterie: ja
Druckdicht: bis 80 m Fernschaltung für UW-Gehäuse: ja Länge: 225 mm Durchmesser: 100 mm Gewicht: 2,1 Kg Abtrieb: 150 g Preis: € 1075
Hersteller: Subtronic GmbH
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