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Kennen Sie das? Man lehnt seine Flossen nach dem Tauchgang zum Trocknen in der Sonne achtlos an die Wand, die Spitze berührt den Boden,
das Fußteil zeigt nach oben. Jeder gute Hersteller warnt vor dieser Misshandlung der Flossen, denn in der Regel hat sich nach einiger Zeit das Flossenblatt
gewölbt und einen Knick bekommen. So befindet sich unbewusst in mancher Tauchertasche der Ansatz zu einer der modernsten Flossentechnologien, die heute verfügbar
ist. TUSA hat mit dem Knick von 27° das Split – Fin Design noch weiter optimiert und bietet mit der X-PERT ZOOM SF-8 weitere 10% Leistungssteigerung bei
vermindertem Krafteinsatz.
Lange Zeit war eine Flosse nur Mittel zum Zweck. Die Vergrößerung der Fußfläche sollte die Fortbewegung im und unter Wasser
erleichtern. Man machte sich wenig Gedanken, mit welchen Materialien, Formen, Härtegraden oder Größen das beste Ergebnis erzielt werden könnte. Die einen hatten Löcher
(Jetfin), die anderen waren aus zwei Kunststoffkomponenten gefertigt und damit der ganze Stolz des Herstellers. Mit wissenschaftlicher Methodik geht man erst seit ein
paar Jahren ans Werk und dem entsprechend kommt nun fast im Jahrestakt ein weiteres optimiertes Modell in den Handel und man kann gespannt sein, was alles noch aus den
Labors an Tauchers Fuß geschnallt werden wird.
Das Ziel aller modernen Flossenentwicklungen ist die optimale Anpassung des menschlichen Bein an die
Fortbewegung im und unter Wasser. Dazu gehören als Ergebnis: Reduzierter Kraftaufwand bei optimierter Umsetzung in Vortrieb, reduzierter Luftverbrauch, Entlastung der
Gelenke und Verminderung der Gefahr von Krämpfen. Neben dem Design spielen natürlich auch die verwendeten Materialien eine wichtige Rolle. So verwundert es nicht, dass
erst mit dem Know How modernster Kunststofftechnologien wahre Quantensprünge bei der Optimierung von Flossen möglich ist. Um aber im Gesamtkonzept voranzukommen zählt
neben der genauen Beobachtung der Natur – wie sind die Flossen bei Fischen oder im Wasser lebenden Säugern gestaltet – auch der Einsatz moderner Roboter
zum Handwerkszeug der Entwickler.
Nur eine Maschine, die die Bewegungsabläufe im menschlichen Bein genau nachvollzieht und deren Kraftaufwand beim
Flossenschwimmen gemessen werden kann, macht es möglich Formen und Materialien auf ihren Wirkungsrad hin zu testen, wie es ein Mensch, auch eine ganze Gruppe von
Testpersonen, nie könnte. Zu viele persönlich gefärbte Eindrücke, Vorlieben und Vorstellungen, würden den Versuch objektiver Aussagen stets beeinflussen. TUSA bedient
sich des deshalb eines unbestechlichen Tauchroboters, der eine Masse von 70 kg in Form eines Maschinenmenschen durchs Wasser bewegt.
Dieser absolute Hightech
– Taucher war es schließlich auch, der den Entwicklungsingenieuren bestätigte, was man bereits vermutet hatte: Der Winkel von 27°, in dem die TUSA X-PERT ZOOM
nach den Zehen des Taucher abgenickt ist, verbunden mit der Split – Fin Technologie (zweiteiliges Flossenblatt), hebt die Kraftverluste nahezu völlig auf, die
sonst bei herkömmlichen Flossen auftreten. Der Schlag nach oben wie nach unten wird gleichermaßen in Vortriebskraft umgewandelt. Die Versteifungen in den
Flossenblättern wirken dem Verdrehen des Fußes dabei entgegen. Der Winkel von 27° errechnet sich – einfach ausgedrückt – aus dem Winkel, den ein Fuß am
gestreckten Bein (Verhältnis Ferse zum Unterschenkel) aufweist.
Verlängert man mit einer Flosse lediglich den Fuß, so ergibt sich in der gestreckten
Beinhaltung ein um 27° vom Bein abgewinkeltes Flossenblatt, das so nicht das Maximum an Kraftumsetzung ans Wasser weitergeben kann.
Bei der TUSA EXPERT-ZOOM
nutzt man den 27°-Winkel, um sinngemäß nicht den Fuß sondern das Bein zu verlängern. In der gestreckten Position, die das Bein beim Flossenschwimmen schließlich
einnimmt, wird so die Kraft optimal übertragen. Dazu sind keine großen (scherenartigen) Beinbewegungen nötig, es genügt ein kurzer Beinschlag, der trotz geringerem
Kraftaufwand höchst wirkungsvoll ist und besten Vortrieb verleiht.
Einsatz
Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die TUSA EXPERT-ZOOM Flossen auf
jeden Fall, hat man sich jahrelang mit anderen Flossenkonzepten durchs Wasser getrieben. Weich und auf das erste Gefühl wenig effizient wirken die Flossen, ist man
gewohnt gegen ein mehr oder weniger hartes Blatt anzutreten. Doch nach ein paar Minuten hat man den Dreh heraus und erkennt, dass der weite Beinschlag wirklich nicht
notwenig ist um voranzukommen. So gehen die Meinungen bei den Testpersonen auseinander. Wer schon einige Jahre Taucherfahrung mit bringt, zieht die etwas härtere
Version vor, die von TUSA angeboten wird. Damen und nur gelegentlich tauchende Testpersonen zeigen sich mit der „Normalversion“ mehr als zufrieden. Beeindruckend
ist auf jeden Fall die Feststellung, dass tatsächlich mit geringem Beinausschlag rasch Geschwindigkeit erzeugt wird, die spürbar weniger Kraftaufwand verlangt. Bei
TUSA ermittelte man mehr als 200 Watt Einsparung beim Energieeinsatz pro Stunde gegenüber Split - Fins ohne den entscheidenden Knick (448 statt bis zu 690 W/h,
Geschwindigkeit 1,51 km/h statt 1,44 bzw. 1,49 km/h).
Angenehm fällt zudem beim Einsatz an der Wasseroberfläche (Schnorcheln mit und ohne Gerät) auf, dass die
Flossen kaum aus dem Wasser schlagen und so immer für Vortrieb gesorgt wird. Kommt man doch einmal aus dem Wasser, so wird der Beinschlag nach unten unverzüglich in
Schub nach vorne umgewandelt.
Bei all den vergisst man fast auf weitere angenehme Produktmerkmale hinzuweisen, wie dem gut gestalteten Fußteil, in dem sich die
Füßlinge nicht festsaugen und ein problemloses Ausziehen selbstverständlich ist. Die Fersenbänder sind in drehbaren Schnallen gelagert, die Schnellanpassung ist mit
einem Handgriff (Zug am Band oder Druck auf die Raste in der Schnalle) möglich und das Öffnen der Schnallen wird auch durch Handschuhe nicht erschwert.
Dass
bedingt durch den Winkel des Flossenblatts das gelegentlich praktizierte Laufen mit den Flossen nicht zu empfehlen ist, versteht sich wohl von selbst.
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