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Als 1984 generell die ersten Jackets auch auf den deutschen Markt kamen, urteilten viele Tauchlehrer, dass sich diese nie durchsetzen
würden. Schon bald zeigte sich, dass sie mit dieser Prognose völlig falsch lagen. Aber es dauerte noch ein paar Jahre, genauer bis zum Spätherbst 2001, bis das
Spitzenmodell Platina BCJ 3800 aus dem Hause TUSA den Weg nach Deutschland fand. Eine Reihe von feinen Details und ein hoher Tragekomfort weckten das Interesse von
UnterWasserWelt. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Jackets gibt es mittlerweile in unterschiedlichsten Ausführungen und von unterschiedlichsten
Herstellern – wie Sand am Meer. Für unsere Lesern suchen wir aber aus dem großen Angebot immer wieder besondere Modelle aus, was uns auch wieder beim TUSA
Platina gelang. Wer nur ein paar Euro für ein Jacket zu investieren bereit ist, der zählt auf den ersten Blick nicht gerade zum potentiellen Käuferkreis des Platina
BCJ 3800. Aber nachdem man alle Fakten zu diesem Jacket erst einmal auf sich wirken ließ, könnte wohl der eine oder andere Sparstrumpf doch etwas stärker erleichtert
werden als zunächst beabsichtigt.
Je mehr man in ein modernes Jacket investiert, um so idealer kann es auf die eigene Statur angepasst werden. Ein daraus
resultierender beschwerdefreier Tragekomfort und entsprechendes Wohlgefühl beim Tauchen sind durchaus lohnende Faktoren, die die Qualität des ganzen Systems
wiederspiegeln. Das alles kann aber nur dann wirklich erlebt werden, nimmt man sich die Zeit ein Jacket, wie das Platina in Ruhe auf die eigenen Bedürfnisse
einzustellen. Im Schulterbereich und im Bund gibt es dafür einige Möglichkeiten den Sitz optimal anzupassen.
Mehrere Patente sind im TUSA Platina BCJ 3800
realisiert, die alle dem Tragekomfort dienen. Gehen wir der Reihe nach vor. Oberhalb des Halsausschnitt findet sich ein gummiverstärktes Gurtsystem, dessen
verstellbare Enden in die Schultergurte integriert sind. Den gummierten Teil des Gurts legt man um den Hals des PTG, unterhalb des Ventils, mit den justierbaren
Enden fixiert man die Flasche auch in deren oberen Bereich am Jacket. Die Vorteile: Alles Gewicht der Flasche liegt gleichmäßig verteilt auf dem Rücken, die Flasche
selbst kann sich auf dem Rücken nicht mehr diagonal verdrehen.
Das nächste Patent bezieht sich auf die Überdruckventil / Schnellablassventile mit O.P.E.V. -
Technik. Diese erlauben schnelles Ablassen der Luft aus allen Körperlagen heraus. Ebenfalls geschützt sind die nahe dem Körperschwerpunkt platzierten Bleitaschen,
wobei deren Schnellabwurfsystem den Patentschutz genießt. Schließlich ist das vom Auftriebskörper völlig getrennte Rückentragesystem patentiert. Es gibt insgesamt nur
wenige Jackets auf dem Weltmarkt, die die Verbindung PTG – Jacket – Taucher trennen. Meist wird die Flasche mit dem Jacket (Auftriebskörper) am Körper
befestigt, was natürlich zu mehr oder weniger großen Kompromissen bei der optimalen Passform und beim Tragekomfort mit sich bringt. Zur weiteren Steigerung des
Anpassungskomforts dient die drehbare Lagerung der Schultergurte an der Rückentrage. Und – hat man die Bleitaschen bis zur zulässigen Belastung gefüllt, kann man
mit dem internen Gurtsystem ein Absinken der Taschen verhindern und das System insgesamt optimal anspassen.
Insgesamt ist das Platina BCJ 3800, aus 840er
Dernier gefertigt mit Verstärkung aus Polyurethan, auch üppig ausgestattet. Der Zubehörhalter mit Schnellverschluss fällt sofort auf, hier könnte zum Beispiel eine
Taucherhandlampe gesichert werden. Aus Edelstahl sind 6 Halteringe gefertigt, an denen Zubehör angebracht werden kann. Natürlich fehlt auch ein Schlauchhalter für
Oktopus und Finimeter nicht. Zwei zusätzliche Gewichtstaschen finden sich auf dem Rücken. Dies dient der optimalen Ausrichtung des Tauchers. Das
Platina ist kein Wing – Jacket, die Führung der Blase, ohne Luftkammern im Brustbereich (ADV – Jacket) lässt die Auftriebswirkung aber stärker im Rücken
wirken, was durch die hinteren Gewichte kompensiert wird. Zwei mit RV versehene Seitentaschen
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