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Gehören auch Sie zu den ständig Suchenden, den ewig Unzufriedenen, die alle Magazine lesen, um doch noch das ersehnte Fototeil in Händen
halten zu können? Damit Sie Zeit, Nerven und Geld sparen, hat Herbert Frei nach UW – Foto - Accessoires Ausschau gehalten, die kaum einer kennt und die
selbst bei Insidern Erstaunen hervorrufen
Es gibt bestimmte Gruppen von Menschen, die suchen Dinge, deren Sinn einem durchaus logisch und sinnvoll
erscheint, von denen man aber noch nie etwas gehört hat. Es sind Produkte, um die sich auch kein Tauchmagazin je groß gekümmert hat. Was man in Annoncen und
Inseraten nicht findet, wird kommentarlos als nicht existent betrachtet. Oder wussten Sie, dass es für die Nikons V und die Motormarine MM II-EX ein
Infrarot-Entfernungsmessgerät (300 EURO) von einem Edmund Riedel aus Bayern (Tel. 08102-1000) gibt, das ohne Rähmchen und Distanzstab scharfe Bilder
gewährleistet. Dass kein Hersteller oder Importeur mit solchen exotischen Teilen Werbung macht, liegt am Knackpunkt „Wirtschaftlichkeit“. Ein außergewöhnliches
Makrorähmchen für die Nikonos V interessiert vielleicht nur 20 Leute und ein exorbitanter Nassstecker möglicherweise noch viel weniger. Andererseits könnte ein solcher
bei einem kleinen Teil der UW-Fotografen unter Umständen zum Renner werden, wenn diese nur wüssten, dass man so etwas kaufen kann. Und vor allem wo?
Nikonos RS
Sie wird seit langen nicht mehr gebaut und deshalb verschwindet sie auch langsam aber sicher aus den Infoseiten und den Newslettern. Wer mit der RS
Zeitaufnahmen mit Stativ machen will, benötigt wegen des hinteren Streulichteinfalls eine Sportsucherabdeckung. Das schwenkbare Teil (35 EURO) wird auf dem
Zubehörschuh befestigt, die Okularverhüllung bei Bedarf heruntergeklappt. Für die RS gibt es kein 100 mm Makro, aber dafür einen 2-fach Telekonverter (750 EURO), der
aus dem 50er Makro ein 100er mit Abbildungsmaßstab 2 : 1 macht. Weitwinkelfreaks können bei Aumann immer noch ein adaptierbares 18er mit 100° Bildwinkel (2500 EURO)
und exzellenten Abbildungsleistungen bestellen. Für die Nikonos RS werden von unterschiedlichen Herstellern diverse Halteschienen hergestellt. Einmalig ist aber
die Quick-Lock-Lösung (400 EURO) von Aquavision, mit der man die RS per Knopfdruck von horizontal auf vertikal schwenken kann. Vorteil dieser Konstruktion ist, dass
die Blitzposition nicht verändert werden muss, was nicht nur Zeit spart, sondern auch zu perfekt ausgeleuchteten Hochformatbildern führt. Importeur ist Marlin Tauchservice (Tel. 07243-69016). Ähnliches vertreibt auch Subal-europe (Tel. 08677-65897) mit einer schwenkbaren RS-Schiene (350 EURO) vom amerikanischen Hersteller ULC. Wem die massige RS zu viel Abtrieb hat, sollte sich bei
Frank Kleinmann (Tel. + Fax 02191-72573)
umsehen. Dort gibt es eine Kohlefaser-Glasfaserschiene (200 EURO) mit einem Auftrieb von ca. 1,2 Kg. Damit lässt sich die Nikonos RS selbst über längere Zeit einhändig bedienen.
Möchten Sie mit der RS Halb-Halb-Aufnahmen machen? In Frankfurt lebt Ing. H.P. Ulrich (Tel.069-515863), der für das 20-35 mm Zoom einen Vorsatz entwickelt
hat, mit dem man sich den fotografischen Weg in die beiden Elemente Wasser und Luft bahnen kann. Nikonos V
Im Jahre 2001 hat Nikon
die Produktion eingestellt, aber allein in Deutschland sind noch Tausende dieser eigenwilligen Kameras im aktiven Einsatz. Zwar umgibt eine Aura von Urzeit und
mangelhafter Produktpflege dieses Unikum, aber die exzellenten Objektive, insbesondere das 15er können noch immer begeistern. Auch im Makrobereich ist die Nikonos V zu
Hause. Und hier haben findige Tüftler schon immer ein weites Betätigungsfeld gefunden. So gibt es neuerdings transparente Distanzstäbe und Rähmchen, mit denen man sich
auch am Tage den Fischen nähern kann, weil diese den Vorsatz (100 EURO) dann nicht mehr so explizit wahrnehmen können. Gegen Schlagschatten bei der extremen
Rähmchenfotografie hat ein Hersteller Schattenaufheller (50 EURO) für alle gängigen Nikonos - Zwischenringe entwickelt. Das sind polierte Plättchen, die man
zwischen Linse und Rähmchen auf den Distanzstäben festklemmt und deren Reflexionsfähigkeit für schattenlose Makroaufnahmen sorgt. Sinnvoll ist das immer bei Objekten
mit Kugelform und Maßstäben von 1 : 2 und größer. Sie wollen an der Nikonos V mit Überwasserobjektiven, vornehmlich mit Fisheye und Superweitwinkeln fotografieren?
Aquavision hat hierfür ein spezielles Objektivgehäuse (700 EURO), Aqualens genannt, mit zwei unterschiedlichen Domegläsern entwickelt, passend für das 14er von Sigma
und das Original-Fisheye von Nikon. Mit dem großen Dome (1000 EURO) können sogar Halb – Halb - Aufnahmen gemacht werden. Auch ein spezieller optischer Sucher
(600 EURO) ist erhältlich. Die vorstehend genannten Accesoires gibt es bei Marlin Tauchservice (Tel. 07243-69016). Aber
auch banale Dinge können praktisch sein. Weil es Nikon versäumt hat, der Nikonos einen vernünftigen Gehäuseschutzdeckel zu verpassen, hat René Auman von UW -
Fotoservice einen neuen entwickelt. Mit diesem (10 EURO) bleibt die Nikonos auch wasserdicht, selbst wenn sie in einen Wassereimer gelegt wird. Das bereits
umfangreiche Schienenangebot der Nikonos V wurde von ULC (Importeur Fa. Subal)
auf eine drehbare Variante (350 EURO) erweitert, mit der man sekundenschnell von Quer- auf Hochformat umschwenken kann. Auch Aquavision führt eine schwenkbare Halteschiene (360 EURO) im Angebot, die das wechselweise Fotografieren von Quer- auf Hochformat ebenfalls insofern erleichtert, dass der oder die Blitzgeräte ihre einmal festgelegte Position durch den Kameraschwenk nicht verändern. Auch Sea & Sea will da nicht nachstehen. Für die Nikonos V und die Motormarine II - EX gibt es die schwenkbare Schiene „Vertical Stay“ (500 EURO) mit der Bestell-Nr. 21200.
Synchronkabel
Ein Zubehörteil, das immer wieder zu Diskussionen führt und im Urlaub nicht selten für Ärger sorgt. Im Regelfall wird
die Blitzmessung zwischen Kamera und Blitzgerät über Trockenkontakte ausgelöst. Gelangt Feuchtigkeit in Buchse und Stecker, kommt es zu Blitzaussetzern, falsch
gesteuerten TTL - Blitzmessungen oder zum Totalausfall. Keinesfalls darf man ein Trocken - Synchronkabel unter Wasser lösen und wieder stecken. Wer hingegen eine
Nasskupplung bzw. eine Nasssteckerverbindung besitzt, kann während eines Tauchganges die Kamera bzw. die Blitzgeräte wechseln Solche TTL - Nasssteckersysteme bekommen
Sie beispielsweise von Nikon (270 EURO) für die Nikonos V und die RS, man kann das Nasssteckerkabel aber auch an Kameragehäusen verwenden. Ähnliche Blitzanschlüsse
(fünf- und sechspolig) gibt es von SeaCam (200 EURO) und Subal (250 EURO). Teilweise sind hier schon die Blitzbuchsen als Nasskontakte ausgelegt. Und man bekommt auf
Wunsch sogar Kabelverlängerungen für besondere Blitzeffekte. Wer das heute leider in Vergessenheit geratene Kabelblitzen einmal ausprobieren möchte, benötigt ein
Synchronkabel (möglichst nicht spiralartig geformt) von mindestens 4 - 5 m Länge. Diese bekommt man bei Aquasun, SeaCam
oder Subtronic....wahlweise in Nassstecker- oder Trockensteckerausführung. Die
Preise richten sich nach der Kabellänge und sind abhängig von der Steckerausführung. Einstiegspreise ab etwa 150 EURO. Damit normale oder verlängerte Synchronkabel
nicht unbemerkt ins Bild hängen, liefert Marlin Tauchservice sog. Kabelclipse (10 EURO), mit denen man die Kabel an den Blitzarmen fixieren kann.
Hatten Sie schon mal einen Kabelbruch? Eine unangenehme Sache, weil man das nicht immer gleich bemerkt und bei viel Pech die ganzen Urlaubsfilme aufgrund der nicht
mehr korrekt arbeitenden TTL - Steuerung versauen kann. Gegen diese Unbill liefert Subtronic TTL-Spiralkabel (110 EURO) mit 90° - Winkelsteckern. Damit kann man das UW - Gehäuse sogar auf dem Stecker ablegen, ohne dass dies einen Kabelbruch verursachen würde. Nervt Sie der fummelige Nikonos - Blitzanschluss? Dann bestellen Sie sich von Subtronic oder SeaCam die sog. S6 - Buchsen (70 EURO) und S6 - Kabel (120 EURO). Damit hat jeglicher Ärger mit umgeknickten Pins und unsicheren Steckerverbindungen ein Ende. Selbst ein technisch Unbegabter mit zwei linken Händen und Zitterfaktor 10 hoch 5 kann da nichts mehr falsch machen.
Blitzweichen
Manch einer möchte gerne mit zwei Blitzgeräten fotografieren oder auch mal gleichzeitig mit einer Doppel-Kameragerätschaft
(Nikonos V auf Kameragehäuse) auf Fotopirsch gehen. Für diese Fälle gibt es bei Ikelite, Subtronic
und auch bei Sea & Sea eine Fülle von Adaptionsmöglichkeiten, um dieses Problem zu lösen. Während man üblicherweise die Blitzgeräte bzw. Kameras an sog. Kabel- oder Blitzweichen anschließt, bekommt man bei Sea & Sea auch eigene Doppelblitzkabel (230 EURO) für die hauseigenen Blitzgeräte. Gleiches bieten übrigens auch Nikon bzw. Rene Aumann an. Das Doppelblitzkabel (175 EURO), für alle Nikon - Spiegelreflexkameras und die wasserdichten Modelle Nikonos V und RS konzipiert, ist sogar mit einer Prioritätensteuerung versehen, die verhindert, dass beide Blitzgeräte die Kamera gleichzeitig synchronisieren und einen eventuellen Synchronisations-Crash verursachen.
Sklavenblitz-Sensoren
Fast jedes amphibische Blitzgerät verfügt heutzutage über einen eingebauten Sklavenblitzsensor. Dieser sitzt in der
Regel vorne im Reflektor und bekommt deshalb schon mal Auslöseprobleme, wenn ihn das Licht vom Hauptblitz nicht genau trifft oder ein Farbfilter auf dem Frontglas
seine Ansprechempfindlichkeit herunter setzt. Zu Totalversagern kommt es fast immer, wenn man den Blitz oder Sklavenblitz hinter eine dicht bewachsene Koralle legt.
Um diese Schwierigkeiten zu eliminieren, haben diverse Hersteller wie Aquasun (230 EURO), Ikelite oder Subtronic (80 EURO) separate Sklavenblitz-Sensoren entwickelt, die man mittels eines Synchronkabels am Blitz befestigt. Diese separaten Sklavenblitz - Sensoren können nun beliebig in eine Richtung gelegt bzw. befestigt werden, egal in welche Richtung der Sklavenblitz ausgerichtet wird. Auf diese Weise kann man ihn sogar hinter einem Stein, in einer künstlichen Schatztruhe oder als imaginäre Handlampe auslösen lassen. Die speziellen Hightech - Sklavenblitz - Sensoren von
Aquasun (230 EURO) und Ikelite (220 EURO) sind sogar TTL - steuerungsfähig, können ergo mit der TTL - Blitzmessung eines Hauptblitzgerätes kombiniert werden. Man kann also auch das direkte Sklavenblitzen in die Kamera automatisch belichten. Einschränkend muss erwähnt werden, dass der Iklelite TTL – Sklavenblitz - Sensor nur an Iklelite - Blitzgeräten verwendet werden kann. Als einziger kann man bei ihm aber die Auslöseempfindlichkeit je nach Bedarf an einem Drehschalter selbst einstellen. Die Ansprechempfindlichkeit in klarem Wasser liegt bei allen Sklavenblitz-Sensoren bei über 10 m Entfernung.
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