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Als vom Manager des Models Valeska Deseria an den UnterWasserWelt – Fotoredakteur Armin Rohnen die Idee herangetragen wurde, ein UW –
Shooting durchzuführen, stimmte dieser nach kurzer Überlegung zu. Kein Thema der Fotografie ist so schwierig, wie die Aktaufnahme, nahezu fehlende
Kommunikation unter Wasser macht das nicht eben leichter. Ziel des Fototermins sollte vor allem sein auszuloten, ob Valeska unter Wasser ebenso gut
arbeiten kann, wie im Studio oder outdoor. Neben den UW – Akt - Aktaufnahmen sollten auch Szenen mit verführerischer Latex – Outfit
fotografiert werden. Als Studio dienten die Becken des Diver`s Indoor Tauchzentrums in Aufkirchen bei München und weil es nichts zu verstecken gab, lief
nebenher auch der normale Tauchbetrieb weiter. Das Feedback der Gäste im Diver`s. Absolut positiv!
Nordbayern meets Südbayern, so könnte man das
Treffen zum Fotoshooting beschreiben. Aus Franken reisten Valeska, ihr Manager, die Dame mit den Latexmoden und der Sicherungstaucher an, der Fotograf
kam mit seinen Mitarbeitern aus der Oberpfalz, produziert wurde im (gerade noch) oberbayerischen Aufkirchen, ach ja, der Chronist der Aktion näherte sich
aus dem Alpenvorland um diesem Event beizuwohnen.
Um es vorweg zu sagen und eventuell mahnenden Kritikern unserer Reportage zuvor zu kommen,
zwischen dem Arbeiten als Aktmodel oder Model für Latexmoden gibt es keinen Bogen zum Privatleben von Valeska Deseria (Künstlername). Man würde sie bei
einer zufälligen Begegnung kaum wiedererkennen. Im Mittelpunkt steht die künstlerische Gestaltung und ihre persönliche Ausdruckskraft. Die mit ihr
produzierten Bilder, zu finden auf ihrer umfangreichen Website, sprechen im positiven Sinne für sich. Darstellung, Schauspiel – nicht fürs
Experimentaltheater, in erster Linie für sich selbst und in Zusammenarbeit mit den Fotografen für ein interessiertes Publikum, das steht im Mittelpunkt.
Den dreidimensionalen Raum unter Wasser künftig mit einbeziehen zu können war also die Fragestellung, die zu diesem Shooting führte.
Mut brachte
Valeska Deseria auf jeden Fall mit, denn es ist nun wirklich nicht jedermanns Sache auf einen Sicherungstaucher mit Zweitautomaten zu vertrauen, auch wenn
die Becken nur gut 4 Meter Wassertiefe aufweisen. Als ausgebildete Sporttaucherin brachte sie zumindest die Erfahrung von 35 Gerätetauchgängen mit, hätte
man es nicht gewusst, wäre sie taucherisch sicherlich als weitaus erfahrener eingestuft worden. Also Hut ab!
Für den Fotografen gab es natürlich
auch eine Reihe von Hürden zu überwinden. Klar war, dass hier nicht mit am Kameragehäuse montierten Blitzgeräten gearbeitet werden konnte. Mehrere Meter
lange Blitzkabel als Sonderanfertigungen von Subtronic gestatteten das Arbeiten mit abgesetzten Lichtquellen. Doch dazu benötigt man auch ein eingespieltes
Team von „Beleuchtern“, das in der richtigen Entfernung und im richtigen Winkel die Blitzgeräte in der Hand haltend ausrichtet. Das brachte er gleich
mit. Auf der einen Seite war das Arbeiten in einem vom Tageslicht gänzlich abgeschlossenen UW – Studio wie im Diver`s insofern angenehm, als dass
tatsächlich nur das gezielt gesetzte Licht zur Wirkung kam, auf der anderen Seite ergab sich so für die TTL – Lichtmessung natürlich, abhängig von
der Entfernung zum Hintergrund, ein Problem für die korrekte Belichtung, das nur durch manuelle Korrekturen zu bewältigen war.
Ob Hautton oder
schwarzes Latex als zweite Haut, beides sind kritische Vorgaben für die optimale Belichtung, das gilt nicht nur für das Shooting unter Wasser – das
auf konventionellem Umkehr- bzw. S/W – Film stattfand. Auch die Bilder vom „Making of“, die mit der Nikon Coolpix 5000 und SB 80 DX Blitz, mit
Normalobjektiv bzw. 19 mm Weitwinkel, digital fotografiert wurden, unterlagen besonders in der großen Halle der Tauchbecken der gleichen Problematik. Plus
und Minus war zu korrigieren, mit Standardeinstellungen lief kaum etwas zufriedenstellend.
Die schwarze Latexhaut, fast so wirkungslos als Schutz
vor Auskühlung wie die Tauchanzüge der ersten Generation, die vor gut 50 Jahren des Tauchers Haut eigentlich nur vor Quallen schützten, erforderte durch
eigenen Auftrieb und versteckte Lufteinschlüsse am Körper doch den Einsatz von Blei – an versteckter Stelle. Beim Catsuit mit roter Corsage konnte
das Softblei noch im Rückenbereich platziert werden, schwieriger war es aber beim Nonnenkostüm. Da halfen nur Softbleigurte an den Beinen, um die „Mutter
Unterin“ in ihrem versunkenen Studiokonvent am vorzeitigen Entschweben zu hindern. Dass Kopftuch wie auch lange Kutte durch eigenen Auftrieb ein für
den Fotografen schwieriges Eigenleben entwickelten, muss wohl nicht gesondert erwähnt werden.
Selten erlebt man ein Event, bei dem harte Arbeit und
Spaß an der Sache so eng bei einander liegen, wie bei diesem Shooting Nachdem die letzten Bilder belichtet waren, stand Valeska Deseria nur mehr
zitternd am Beckenrand, die 25° Wassertemperatur hatten nach Stunden des Posierens ihren Tribut gefordert. Aber das beeinträchtigte die gute Stimmung
keinesfalls. Zukünftig wird man für Modelshootings im Diver`s Automaten mit langen Mitteldruckschläuchen mieten können, was das Arbeiten für Model und
Sicherungstaucher wesentlich vereinfacht. Auch kann anhand der Bildergebnisse gezeigt werden, dass Valeska Deseria für die verschiedensten Shootings unter
Wasser als Model gebucht werden kann. Auch in diesem Medium arbeitet sie professionell und steckt mit ihrer guten Laune alle an. Wer schon mit guten Models
gearbeitet hat, der weiß was das an positivem Potential für das Gesamtergebnis bedeutet.
Rundum erfolgreich kann dieser Test für und von Valeska
bewertet werden. Zu den im Diver`s ab Herbst 02 angebotenen Fotoworkshops ist geplant, Valeska Deseria am zweiten Tag der Wochenendveranstaltung als Model
zu verpflichten, damit unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen umgesetzt werden kann, was von den hochkarätigen Referenten vermittelt wurde.
Website Valeska Deseria
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