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Die einen behelfen sich mit Plastiktüten, andere mit ausgedienten Nylonstrümpfen – beide Techniken sollen Arme und Beine schneller
durch die engen Röhren gleiten lassen, die Tauchanzüge zu bieten haben. Mit dem Gleitmittel SUIT JUICE soll man sich elegant den Anzug mit all seinen Engstellen auf
die Haut kommen lassen. UnterWasserWelt machte die Probe aufs Exempel.
Die dramatischen Szenen auf Tauchschiffen und an Basen sind wohlbekannt, erwachsene
Menschen ohne bekannte Defekte im neurologischen Bereich versuchen sich mit weithin auffälligen Bewegungen, abseits dessen, was man körperlich im Alltag zu Schau
stellt, in eine Gummihaut zu quälen. Gerne wälzt man sich dabei auch in einem Wasserbecken, das in erster Linie zum Ausspülen der Ausrüstung nach einem Tauchgang
gedacht ist. Der Hinweis darauf, dass möglicherweise die Größe des Anzugs nicht mit den eigenen Maßen kooperiert, wird zumeist mit dem bestimmten Hinweis abgetan, dass
der Anzug neu sei und der Händler glaubhaft machte, dass alles so eng sitzen müsse. Mit dem Gleitmittel SUIT JUICE soll die Quälerei ein Ende haben, verspricht es
doch das unbeschwerte Anziehen des Nass- oder Halbtrockenanzugs, mit einem die Bequemlichkeit steigernden Faktor von 60%. In Zahlen ausgedrückt sind 60%
schnellerer Schlupf durch die Arm- und Beinröhren sicherlich ein beachtlicher Vorteil, doch wie es sich in der Praxis auswirkt, wurde mit eigenen Testerfahrungen
überprüft. Als Testmuster wurde der neue aquata – Anzug PROFILER eingesetzt mit weicher Innenkaschierung, typisch für moderne halbtrockene Anzüge. Laut
Gebrauchsanweisung soll man Arme und Beine des Anzugs innen mit dem Suit Juice einsprühen, parallel dazu auch die eigenen Arme und Beine. Das Produkt verspricht
völlige biologische Abbaufähigkeit und unbedenklichen Einsatz. Da auf Treibgase in der Sprühflasche verzichtet wird, pumpt man den Juice mit wiederholtem
Fingerdruck mechanisch aus der Flasche. Im beengten Umfeld der Arm- und Beinröhren des Anzugs kein leichtes Unterfangen, besser, man dreht den Anzug auf „links“,
so dass die Innenseite nach außen zeigt. Die Flüssigkeit versickert bei kaschierten Anzügen allerdings rasch in der Tiefe des Materials, so dass sich hier keine
harmonische Gleitschicht bilden kann. Der Verbrauch an Gleitmittel ist unter diesen Umständen auch recht groß, so dass sich die Frage stellt, ob sich der Aufwand für
den täglichen Tauchgebrauch wirklich lohnt. Besser und mit weniger Materialverbrauch trägt sich der SUIT JUICE auf glatten Manschetten auf, häufig auch eine
typische Engstelle bei Halbtrockenanzügen. Nach der entsprechenden Behandlung des eigenen Körpers nun die Probe aufs Exempel. Bei einem innen kaschierten Anzug
verpufft die Gleitwirkung mangels entsprechender Fläche auf dem Material. Der von der Kaschierung absorbierte Auftrag des SUIT JUICE zeigt kaum Wirkung. Anders
hingegen an den Manschetten aus Glatthautneopren. Dort gleitet man tatsächlich schneller hindurch und genießt ein Quäntchen Komfort mehr beim Anziehen des Anzugs.
Auch das Ausziehen des Anzugs wird an diesen Stellen vom Gleitmittelauftrag unterstützt. Der SUIT JUICE ist geruchsneutral und lässt sich von der Haut rasch mit
Wasser abspülen.
Fazit
In erster Linie spielt das Gleitmittel SUIT JUICE seine Stärken beim Auftrag auf glatte Materialien aus, wie sie im
Wassersportbereich beim Triathlon oder bei eng sitzenden Anzügen von Apnoetauchern verwendet werden. Hier kann man tatsächlich mit der Hilfe von SUIT JUICE mit
verkürzten Zeiten beim An- und Ausziehen punkten. Neopren oder Latex können mit dem Gleitmittel behandelt werden und erfahren dabei sogar eine nachhaltige Pflege.
Biologisch völlig abbaubar und unbedenklich beim Hautkontakt. Auf alle Fälle zeitgemäßer, als das früher verwendete Talkumpuder.
VK: € 13,90
www.triworld.de
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